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Presidential Cycling Tour of Turkey - Day 6
Andre Greipel kann seine schlechte Ausgangsposition nicht wettmachen © Getty Images

Andre Greipel verpasst bei einer chaotischen Zieleinfahrt auf der 13. Etappe des Giro eine Top-Platzierung. Rick Zabel kann sich dagegen ins Rampenlicht fahren

Der deutsche Top-Sprinter Andre Greipel muss weiter auf seinen zweiten Etappensieg beim 98. Giro d'Italia warten.

Der 32-Jährige vom Team Lotto-Soudal war bei der chaotischen Zielankunft der 147 km langen 13. Etappe von Montecchio Maggiore nach Jesolo im Massenspurt zu schlecht positioniert und belegte nur den 13. Platz.

Allerdings nahm Greipel kurz vor dem Ziel das Tempo heraus. Der Tagessieg ging an den Italiener Sacha Modolo (Lampre-Merida), der seine Landsleute Giacomo Nizzolo (Trek) und Elia Viviani (Sky) auf die Plätze verwies.

Top-Favorit Alberto Contador bleibt derweil vom Pech verfolgt.

Der Spanier vom Team Tinkoff-Saxo wurde von einem Massensturz kurz vor der neutralisierten Zone an der Drei-Kilometer-Marke ausgebremst und verlor das Rosa Trikot des Gesamtführenden an Fabio Aru (Italien/Astana). Contador war bereits im Finale der sechsten Etappe zu Fall gekommen und hatte sich dort eine Schulterverletzung zugezogen.

Sein Rückstand auf Aru beträgt 19 Sekunden.

"Es ist extrem bitter, dass wir aufgrund des Sturzes Sekunden verloren haben. Aber ich bin überzeugt, dass ich die Zeit wieder gutmachen werde", sagte Contador. Der Vorjahresdritte Aru hatte mit seinem Rivalen wenig Mitleid.

"Ich war stets an der Spitze, um einem möglichen Sturz aus dem Weg zu gehen. Was passiert ist, ist passiert", sagte der 24-Jährige.

Ins Rampenlicht strampelte am Freitag auch Rick Zabel (Unna/BMC). Der 21-jährige Sohn des früheren deutschen Top-Sprinters Erik Zabel schaffte den Sprung in eine dreiköpfige Fluchtgruppe, der vom Peloton aber nur ein geringer Vorsprung eingeräumt wurde. Rund 18 km vor dem Ziel war das Trio eingeholt, dabei reichten sich die drei Fahrer anerkennend die Hand.

Zabel absolviert beim Giro seine erste große Landesrundfahrt (Giro, Tour, Vuelta) und will vor allem Erfahrung sammeln.

Am Samstag steht das einzige Einzelzeitfahren der Italien-Rundfahrt auf dem Programm.

Über 59,4 km führt die Strecke von Treviso nach Valdobbiadene, dabei ist auch eine Bergwertung der vierten und kleinsten Kategorie zu bezwingen. "Es wird eine sehr wichtige Etappe. Ich werde alles geben", sagte Aru.

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