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Presidential Cycling Tour of Turkey - Day 5
Nicola Boem (vorne) siegte als Teil einer Ausreißergruppe © Getty Images

Auf der zehnten Etappe des Giro d'Italia entscheidet sich der Sieg im Sprint einer Ausreißergruppe. Ein Italiener siegt, Andre Greipel wird als bester Deutscher Siebter.

Der italienische Radprofi Nicola Boem hat sich den Sieg auf der zehnten Etappe des 98. Giro d'Italia gesichert.

Der 25-Jährige vom Team Bardiani CSF setzte sich nach 200 km im Sprint einer vierköpfigen Ausreißergruppe vor seinen Landsleuten Matteo Busato (Southeast) und Alessandro Malaguti (Nippo-Vini Fantini) durch, für die Italiener war es der fünfte Tagessieg. Der deutsche Straßenrad-Meister Andre Greipel (Rostock) wurde als bester Deutscher Siebter.

Die Teams der Sprinter hatten zu spät zur Aufholjagd geblasen. Die Lotto-Soudal-Mannschaft um ihren Star Greipel versuchte auf den letzten 20 km an der Spitze des Feldes alles, konnte die ausgezeichnet harmonierende Spitzengruppe aber nicht mehr abfangen.  

An der Spitze der Gesamtwertung liegt weiter der spanische Topfavorit Alberto Contador (Movistar), der mit dem Hauptfeld ins Ziel kam und drei Sekunden Vorsprung auf den italienische Astana-Kapitän Fabio Aru hat.

Verlierer des Tages war Sky-Profi Richie Porte (Australien), der nach einem Defekt kurz vor dem Ziel den Anschluss verlor, abreißen ließ und wertvolle Zeit auf Contador einbüßte.

Weil ihm sein Landsmann Simon Clarke vom Team Orica-GreenEdge bei der Reparatur unerlaubt half, kassierte der bis dahin auf Platz drei des Gesamtklassements liegende Porte gemäß den Regularien zusätzlich zwei Minuten Zeitstrafe.

Als nun Gesamtzwölfter mit 3:09 Minuten Rückstand auf Contador kann sich Porte wohl vom Traum des Giro-Siegs verabschieden. Neuer Dritter ist Arus Teamkollege Mikel Landa (Spanien/+0:46). 

Der Berliner Simon Geschke (Giant-Alpecin) behielt das auf der 9. Etappe eroberte Bergtrikot, am Dienstag stand nur eine einzige Wertung der niedrigsten Kategorie auf dem Programm.

Am Mittwoch geht es auf der elften Etappe über 153,0 km von Forli nach Imola, das hügelige Terrain ist für Ausreißer prädestiniert. Die dreiwöchige Rundfahrt endet am 31. Mai in Mailand.

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