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CYCLING-FRA-TDF2014
Den Fahrern der Tour de France droht ein ungemütlicher Start © Getty Images

Die Tour de France droht, in einen Tarifkonflikt mit hineingezogen zu werden. Die Polizei will nicht nur den Start des Einzelzeitfahrens in Utrecht verzögern.

Der Start der 102. Tour de France in den Niederlanden droht im Chaos zu versinken. Die Polizeigewerkschaften kündigten am Mittwoch für die ersten beiden Etappen am 4. und 5. Juli Protestaktionen an, die den Ablauf des Auftakts massiv beeinträchtigen sollen. Damit wollen die Gewerkschaften in den Lohnverhandlungen mit der Regierung Druck erzeugen.

Demnach wollen die Beamten beim Grand Depart den Beginn des Einzelzeitfahrens in Utrecht verzögern. Eine Stunde vor dem für 14.00 Uhr angesetzten Startschuss will die Polizei den 13,8 km langen Kurs mit Fahrrädern abfahren.  

Auch beim 166 km langen zweiten Teilstück von Utrecht in die Provinz Zeeland soll das Peloton zumindest zeitweise ausgebremst werden. Hierfür sollen auf der Erasmusbrücke in Rotterdam die Fahrzeuge der Werbekarawane angehalten und intensiv kontrolliert werden. Sollten die Tour-Organisatoren die Proteste mit einer Änderung des Ablaufplans aushebeln wollen, werde die Polizei ihre Maßnahmen entsprechend anpassen.

"Wir wollen der Welt zeigen, was hier in den Niederlanden mit der Polizei passiert", sagte Gewerkschaftsboss Gerrit van de Kamp. Die Regierung sei nun am Zug, neue Angebote zu unterbreiten. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 3,3 Prozent, eine verbesserte Überstundenregelung sowie eine Bonuszahlung im Zuge der Reorganisation. Der Tarifstreit mit der Regierung dauert bereits mehrere Wochen an.

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