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Nicki Sörensen hat seine Karriere bereits Ende des vergangenen Jahres beendet
Nicki Sörensen hat seine Karriere bereits Ende des vergangenen Jahres beendet © Getty Images

Der Sportdirektor des Rennstalls Tinkoff-Saxo, Nicki Sörensen, hat gestanden, in seiner aktiven Karriere gedopt zu haben.

"Ich habe gedopt. Es tut mir leid, und ich wünschte mir, ich hätte die Dinge anders gehandhabt", sagte der heute 40-Jährige, der zwischen 2001 und 2012 für das Tinkoff-Vorgängerteam CSC zehnmal an der Tour de France teilgenommen hatte.

Vom früheren Tour-Sieger Bjarne Riis, dem systematisches Doping in seiner Zeit als CSC-Teamchef vorgeworfen wird, sei Sörensen allerdings nicht zur Leistungsmanipulation angestiftet worden.

"Das war am Anfang meiner Karriere, zehn Jahre habe ich das gemacht. Es war meine eigene Entscheidung", sagte der Däne, der 2009 bei der Tour und 2005 bei der Vuelta jeweils einen Etappensieg gefeiert hatte.

Er habe der dänischen Anti-Doping-Agentur ADD darüber berichtet. "Ich habe das gemacht, um dem Radsport zu helfen", sagte Sörensen. Die ADD will am Dienstag nach dreijähriger Arbeit ihren Bericht zum Doping im dänischen Radsport vorlegen.

Von 2000 bis 2012 nahm der viermalige Landesmeister an Olympischen Spielen teil. Ende vergangenen Jahres beendete er seine Karriere und wechselte auf den Posten des Sportdirektors.

Riis war bei Tinkoff-Saxo im März dieses Jahres suspendiert worden. Der Däne, Tour-de-France-Gewinner 1996 und beim Team Telekom einst Kollege von Jan Ullrich, hatte 2007 ein umfangreiches Dopinggeständnis abgelegt. Nach seiner aktiven Karriere baute er den Rennstall CSC auf, den er 2013 an Oleg Tinkow verkaufte.

Star des Tinkoff-Teams ist der Spanier Alberto Contador, der 2010 bei seinem Tour-Sieg positiv getestet wurde. Im Februar 2012 wurde er gesperrt, der Tour-Sieg ging an den Luxemburger Andy Schleck.

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