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Tony Martin wird nach der Zielankunft bei der Tour de France von einem Betreuer gestützt
Tony Martin muss nach seiner Zielankunft gestützt werden © Getty Images

Tony Martin muss im Gelben Trikot bei der Tour de France aussteigen.

Der Cottbuser vom Team Extixx-Quick Step hatte auf der sechsten Etappe am Donnerstag bei einem Sturz 800 Meter vor dem Ziel einen Schlüsselbeinbruch erlitten und wird am Freitag nicht mehr antreten können.

Das bestätigte Teamchef Patrick Lefevere bei Europe 1. Martin hatte am Dienstag das Gelbe Trikot erobert und am Donnerstag erfolgreich verteidigt.

Beim Tagessieg seines tschechischen Teamkollegen Zdenek Stybar kam der 30-Jährige nach einem Fahrfehler weniger als einen Kilometer vor dem Ziel in Le Havre zu Fall.

Mit Schmerzen am linken Arm beendete Martin das Rennen und wurde anschließend für Röntgenaufnahmen ins Krankenhaus gebracht.

"Ich gehe jetzt zum Röntgen, schauen, was alles verletzt ist", sagte der fünfmalige Etappensieger: "Ich hoffe, es sind nur starke Schmerzen. Vielleicht geht es weiter, aber es sieht nicht sehr gut aus. Es scheint eine schwere Verletzung zu sein."

Später schrieb er auf Twitter: "Das Schlüsselbein ist gebrochen. Wir werden jetzt die nächsten Schritte diskutieren."

Da der Sturz innerhalb der letzten drei Kilometer geschah, behielt er vorerst sein Gelbes Trikot.

Hinter Stybar wurde Martin gemäß den Regeln mit der ersten Verfolgergruppe und zwei Sekunden Rückstand auf Sieger Stybar gewertet.

Eben jenen Rückstand hatten der zweitplatzierte Slowake Peter Sagan (Tinkoff-Saxo) sowie der Rest der ersten großen Gruppe, zu der auch Martin gehörte.  

Der mitfavorisierte John Degenkob (Giant-Alpecin) kam auf Platz vier, der zweifache Etappensieger Andre Greipel (43.) hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

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