vergrößernverkleinern
4. Etappe der Tour de France 2015
Die 4. Etappe der Tour de France 2015 führt von Seraing nach Cambrai © A.S.O.

Der ersten Woche der 102. Tour de France wird mit Blick auf den Kampf um das Gelbe Trikot eine Schlüsselrolle zugeschrieben - das liegt vor allem an der vierten Etappe am Dienstag. Das 223,5 km lange Teilstück von Seraing nach Cambrai ist nicht nur das längste der Rundfahrt, es führt auch über das gefürchtete Kopfsteinpflaster von Paris-Roubaix.

Froome mit schlechten Erinnerungen

Ganze 13,3 km muss sich das Peloton über die holprigen und tückischen Pave-Sektoren bis zum Ziel kämpfen, das bei der diesjährigen Großen Schleife erstmals in Frankreich liegt. Das unwegsame Terrain, aber auch Stürze und Defekte sind die größten Sorgen aller Fahrer. Das erste Kopfsteinpflaster erwartet das Feld nach 103,5 km.

Schlechte Erinnerungen an das Vorjahr hat der Gesamtführende Christopher Froome. Der Brite war bei schlechtem Wetter noch vor dem ersten Kopfsteinpflaster gestürzt und musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Vincenzo Nibali legte dagegen hier den Grundstein für den späteren Gesamtsieg und dürfte auch angesichts des eingehandelten Rückstandes auf Froome und Alberto Contador erneut seine Chance suchen.

Degenkolb als Mitfavorit

Eine erfolgreiche Rückkehr an den Ort seines bislang größten Sieges will auch John Degenkolb feiern. Im April hatte der 26-Jährige Paris-Roubaix gewonnen und zählt nun zu den Mitfavoriten auf den Tageserfolg. "Ich habe sicher nicht nur Nachteile, weil ich Roubaix-Sieger bin", sagte Degenkolb.

Der Startort Seraing ist geprägt von schwerer Industrie. Wohn- und Industriegebiete liegen dabei im Gegensatz zu anderen Städten noch immer wie vor hundert Jahren unmittelbar nebeneinander. Cambrai, zum dritten Mal Etappenort der Tour, gelang in der Vergangeheit durch die Produktion des Batist-Stoffes zu Bekanntheit.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel