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CYCLING-ESP-TOUR
Esteban Chaves sichert sich mit dem Etappensieg das Rote Trikot © Getty Images

Esteban Chaves hat die zweite Etappe der Spanien-Rundfahrt gewonnen und das Rote Trikot des Gesamtführenden übernommen.

Der kolumbianische Radprofi vom Team Orica-GreenEdge überquerte bei der Bergankunft in Caminito del Rey nach insgesamt 158,7 Kilometern und 3:57:25 Stunden als Erster einer vierköpfigen Ausreißergruppe die Ziellinie.

Tour-Sieger Chris Froome (Großbritannien/Sky), der zu den Favoriten bei der 70. Auflage der Vuelta gehört, kam mit 30 Sekunden Rückstand als Siebter ins Ziel.

Als bester Deutscher kam Johannes Fröhlinger (Gerolstein) vom Rennstall Giant-Alpecin mit 9:49 Minuten Rückstand als 100. ins Ziel. Teamkollege John Degenkolb (Gera) und Christian Knees (Bonn/Sky) beendeten das Teilstück mit der gleichen Zeit auf den Plätzen 104 und 106.

Auf den letzten 4,7 Kilometern ging es mit 6,5 Prozent Steigung auf den Alto de la Mesa. Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar), Tom Dumoulin (Niederlande/Giant-Alpecin), Nicholas Roche (Sky) und Dan Martin (beide Irland/Cannondale-Garmin) hatten sich gut zwei Kilometer vor dem Ende abgesetzt. Chaves folgte, sein Landsmann Quintana musste abreißen lassen.

Derweil wurde der italienische Meister Vincenzo Nibali (Astana) ausgeschlossen. Der Vuelta-Sieger von 2010 und Tour-de-France-Gewinner von 2014 hatte sich vom Teamfahrzeug ziehen lassen, nachdem er gestürzt war.

Dies belegen TV-Bilder. "Die Aufnahmen belegen eindeutig, dass Nibali sich von diesem Auto 200 Meter ziehen lässt", sagte Bruno Valcic, Präsident der Rennkommission. Auch Astana-Teamdirektor Alexander Schefer wurde ausgeschlossen, der Kasache hatte das Auto gefahren.

Zum Auftakt am Samstag hatte BMC das Mannschaftszeitfahren gewonnen. Die US-Mannschaft um Marcus Burghardt (Zschopau) setzte sich auf der 7,4 km langen Strecke von Puerto Banus nach Marbella mit einer Sekunde Vorsprung vor Tinkoff Saxo durch. Dritter wurde Orica-GreenEdge.

Giant-Alpecin um Degenkolb und Fröhlinger landete auf Rang 19.

In der Gesamtwertung wurden am ersten Tag alle Teilnehmer wegen zu großer Gefahren mit der gleichen Zeit gewertet. Die Radprofis hatten Sicherheitsbedenken geäußert und bei den Veranstaltern Gehör gefunden, weil das Zeitfahren über eine schmale Holzbrücke und einen stark verschmutzten Streckenteil führte.

Dadurch seien die Risiken zu hoch. Froome fuhr mit Sky auf Platz 20.

Am Montag führt die dritte Etappe über 158,4 km von Mijas in die andalusische Küstenstadt Malaga.

Auf der Strecke liegt eine Steigung der dritten und eine der ersten Kategorie, die letzten 60 Kilometer gehen durch flaches Terrain, gute Voraussetzungen für die Sprinter. 

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