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Die Tour de Frans zieht die Fan-Massen an
Die Tour de Frans zieht die Fan-Massen an © Getty Images

Düsseldorf bekundet Interesse an der Austragung der ersten Etappe der Tour de France. Eine Arbeitsgruppe ist bereits eingesetzt, ein Zeitrahmen abgesteckt.

Die Stadt Düsseldorf liebäugelt damit, in den kommenden Jahren Startort der Tour de France zu werden.

"Düsseldorf hat im Frühjahr das grundsätzliche Interesse bekundet", bestätigte Dieter Schneider-Bichel, Sprecher von Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD): "Dazu erhielt die Stadt die Information, dass dies frühestens 2018 der Fall sein könne."

OB Geisel hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die in den kommenden vier Wochen Finanzierbarkeit und Nutzen für die Stadt prüfen soll.

Beraten werden soll darin auch über den Rückzug Londons für den "Grand Depart" im Jahr 2017 und mögliche Auswirkungen und Chancen für eine Bewerbung Düsseldorfs.

Mögliche Kratzer im Image der Stadt wegen der zahlreichen Dopingenthüllungen der vergangenen Jahre im Radsport fürchtet der Stadtsprecher nicht: "Durch die wieder aufgenommene ARD-Berichterstattung wurde der Makel des Dopings früherer Jahre relativiert und die Veranstaltung wieder salonfähig."

Zudem passe die Tour zum Umsteuern in der städtischen Verkehrspolitik "mit einer Reihe von Veranstaltungen, Formaten und Konzepten zur Attraktivierung des Radfahrens".

Bis dato ging der Tour-Tross dreimal - 1965 in Köln, 1980 in Frankfurt/Main und 1987 in West-Berlin - in Deutschland auf große Fahrt. Zuletzt machte das Peloton vor zehn Jahren in Karlsruhe und Pforzheim Station. Neben Düsseldorf haben Mannheim, das Saarland als Region und Münster ebenfalls Interesse bekundet.

Eine mögliche Bewerbung wäre nicht der erste Vorstoß der NRW-Landeshauptstadt, die Große Schleife an den Rhein zu lotsen.

Bereits in den Jahren 2009 und 2010 hatte sich Düsseldorf als Startort der Tour in Stellung gebracht.

2009 unterlag man dem Fürstentum Monaco, ein Jahr später zog die Stadt ihr Interesse aus Angst vor Imageeinbußen wegen der Dopingproblematik sowie zu hoher Kosten zurück.

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