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CYCLING-FRA-TOUR-ARMSTRONG
Das Radsport-Karriere von Lance Armstrong wurde verfilmt © Getty Images

Lance Armstrong kommt in die Kinos: Am Donnerstag erscheint der Film "The Program - um jeden Preis", der vom Aufstieg und Absturz des US-Amerikaners handelt.

Sein dichtes Geflecht aus Lügen und Vertuschung führte zu sieben Tour-de-France-Siegen, geblieben ist von Lance Armstrong nur das Mahnmal eines der größten Betrüger der Sporthistorie.

Die Geschichte des Aufstiegs und beispiellosen Niedergangs der ehemaligen Radsport-Ikone Armstrong sorgte für ein Beben in der Sportwelt - und ist ab Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen.

Die Filmbiografie "The Programm - Um jeden Preis" zeigt wie Armstrong, gespielt vom Amerikaner Ben Foster (34), nach überstandener Krebserkrankung mit Hilfe von Dopingmitteln und von ihm getragenen mafiösen Strukturen in seinem Team von Erfolg zu Erfolg fährt.

Für seine Rolle überschritt Foster Grenzen. Um Armstrong besonders realistisch darstellen zu können, griff er selbst zu Doping. "Ich habe gelernt, dass Doping anschlägt. Ich kann nachvollziehen, warum ein Athlet in Versuchung geraten kann, Dopingmittel zu nutzen", sagte Foster im Interview mit der Welt.

Zu einem Gespräch zwischen dem Schauspieler und Armstrong kam es vielleicht auch deshalb nicht, der Ex-Radprofi war dazu nicht bereit. Trotz Armstrongs Verfehlungen legt Foster wert darauf, den Texaner nicht nur auf den Dopingsünder und Betrüger zu reduzieren.

"Er ist gleichzeitig einer der dankbarsten Philanthropen, die wir in ganz Nordamerika je hatten. Er hat etwa eine halbe Milliarde Dollar an Spenden für die Krebsforschung gesammelt. So jemanden würde ich nicht 'Arschloch' nennen", sagte Foster.

Armstrong selbst hat aktuell noch immer mit den Spätfolgen seiner Vergangenheit zu kämpfen. Den Rechtsstreit mit der Versicherungsgesellschaft SCA Promotions beendete der 44-Jährige mit der Einigung auf eine Zahlung von rund zehn Millionen Dollar, doch in einem weiteren Verfahren muss er sich noch gegen den US Postal Service vor Gericht verantworten.

Das halbstaatliche Unternehmen, von 1996 bis 2004 Namenssponsor von Armstrongs Team, will rund 96 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) einklagen und wird dabei von Anwälten der US-Regierung vertreten.

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