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Vincenzo Nibali
Vincenzo Nibali jubelt bei der Überquerung der Ziellinie © Getty Images

Der letztjährige Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali hat am Sonntag erstmals die Lombardei-Rundfahrt und damit auch eines der fünf Monumente des Radsports gewonnen.

Der 30-Jährige vom Astana-Team setzte sich bei der 109. Auflage des letzten großen Klassikers des Jahres nach einer erfolgreichen Attacke bei einer Abfahrt 17,5 Kilometer vor dem Ziel sicher durch.

Im Ziel in Como nach 245 Kilometern hatte Nibali 21 Sekunden Vorsprung vor dem Spanier Daniel Fernandez (Katusha). Weitere elf Sekunden zurück folgte der Franzose Thibaut Pinot (FDJ).

Der Spanier Alejandro Valverde, im Vorjahr beim Sieg des Iren Daniel Martin Zweiter, musste sich mit 46 Sekunden Rückstand mit Rang vier begnügen. Für die radsportbegeisterten Italiener war es der erste Heimsieg seit dem Erfolg von Damiano Cunego im Jahr 2008.

Für Nibali war der Sieg eine späte Genugtuung nach seinem Ausschluss aus der Spanien-Rundfahrt. Der Italiener hatte sich bei der Vuelta an einem Teamfahrzeug festgehalten und wurde daraufhin von den Organisatoren aus dem Rennen genommen. Fernsehbilder hatten sein Vergehen eindeutig dokumentiert.

"Das Team hat super gearbeitet", sagte Nibali, der den entscheidenden Nadelstich am Civiglio setzte. "Ich wollte eigentlich beim Anstieg attackieren, das war aber schwer, ich habe es dann bei der Abfahrt gemacht", schilderte der Mann aus Messina die siegbringende Aktion.

"Il Lombardia" ist das abschließende große Radrennen der Saison. Das Rennen der fallenden Blätter, wie es auch genannt wird, hat vor allem für die Tifosi einen hohen ideellen Wert, und wenig überraschend führt in Fausto Coppi (5) ein Italiener die Liste der Rekordsieger an.

Zwischen Como und Bergamo entscheidet vor allem die Zähigkeit. Einen deutschen Gewinner gab es noch nie.

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