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Team Katjuscha
Trotz positiver Dopingtests entschied sich der Weltverband gegen Sanktionen gegen das Team Katjuscha © Getty Images

Das russische Radsport-Team Katjuscha kommt nach dem positiven Dopingtest bei seinem Fahrer Eduard Worganow um eine Sperre herum.

Nach Ansicht der Disziplinarkommission des Weltverbandes UCI wäre eine Suspendierung des ganzen Teams aufgrund der vorliegenden Umstände "unangemessen und unverhältnismäßig" gewesen.

Der positiv auf das Mittel Meldonium getestete Russe Worganow war bei Katjuscha der zweite Dopingfall innerhalb von zwölf Monaten, nachdem im Juli beim Italiener Luca Paolini während der Tour de France Kokain nachgewiesen worden war. Da dies einem Bruch der Anti-Doping-Richtlinien der UCI (Artikel 7.12.1) entspricht, drohte dem Rennstall eine Sperre von 15 bis 45 Tagen.

Der Weltverband entschied sich gegen die Sanktion, da Paolini das Kokain nicht zur Leistungssteigerung genommen habe. "Es wäre unangemessen, das Team zu bestrafen, weil ein Fahrer eine soziale Droge genommen hat, deren Verwendung nicht in Zusammenhang mit seiner sportlichen Betätigung steht", heißt es in der Mitteilung.

Probleme dieser Art sind Katjuscha nicht neu. Das Team war Ende 2012 aufgrund der hohen Anzahl von Dopingfällen die Lizenz für die WorldTour verweigert worden. Die Equipe legte damals Einspruch ein und siegte vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS.

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