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Marcel Kittel setzt sich energisch für mehr Sicherheit im Profi-Radsport ein © Getty Images

Der deutsche Radprofi nimmt nach dem Tod von Antoine Demoitie den Weltverband und die Organisatoren von Radrennen in die Pflicht. Er sieht dringenden Handlungsbedarf.

Nach dem tragischen Tod des Belgiers Antoine Demoitie hat Marcel Kittel eindringlich verbesserte Sicherheitsmaßnahmen für Radprofis gefordert.

Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte der deutsche Sprintstar einen flammenden Appell für mehr Sicherheit.

"Es ist dringend notwendig, höhere und bessere Standards für Profi-Radrennen zu entwickeln", schreibt Kittel und sieht vor allem die Organisatoren und den Weltradsportverband UCI in der Pflicht.

"Wir Fahrer sind komplett damit beschäftigt, uns auf das Rennen zu konzentrieren. Was die Sicherheit angeht, müssen wir uns auf die Maßnahmen von erfahrenen Organisatoren verlassen", fordert der mehrfache Etappensieger der Tour de France.

Diese Sicherheit sieht er in letzter Zeit zunehmend gefährdet. Die leichtsinnige Fahrerweise einiger Piloten von Begleitmotorrädern und die schlechte Beschaffenheit mancher Strecken ärgern den gebürtigen Thüringer besonders.

Alle Beteiligten müssten nun an Verbesserungen arbeiten. Das schulde man Demoitie. Kittel denkt da vor allem an den Einsatz von erfahreneren Motorradfahrern, eine genaue Statistik über Unfälle und die bessere Kennzeichnung von besonders gefährlichen Kurven oder anderen gefährlichen Stellen auf den Strecken.

Demoitie war beim Frühjahrs-Klassiker Gent-Wevelgem nach einem Sturz von einem Motorrad erfasst worden, dessen Fahrer nicht rechtzeitig ausweichen konnte. In einem Krankenhaus in Lille erlag der 25-Jährioge seinen schweren Kopfverletzungen.

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