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Schweigeminute
Vor dem Start der Drei Tage von De Panne gedachten die Fahrer der verstorbenen Antoine Demoitie und Daan Myngheer © Imago

Die "Drei Tage von De Panne" stehen ganz unter dem Eindruck der verstorbenen Belgier Antoine Demoitie und Daan Myngheer. Der Veranstalter zieht Konsequenzen.

Nach einem schwarzen Osterwochenende hielt der Radsport mit einer Schweigeminute inne.

Am Start des Rennens "Drei Tage von De Panne" war das Entsetzen greifbar, die Trauer stand dort auch den deutschen Stars Marcel Kittel und Tony Martin ins Gesicht geschrieben.

Das sportliche Geschehen rückte angesichts Todesfälle von Antoine Demoitité und Daan Myngheer in den Hintergrund.

Etappensieger Kristoff verzichtet auf Jubel

Tagessieger Alexander Kristoff, der im letzten Jahr den Gesamtsieg holte, verzichtete im Zeileinlauf der 198,2 km langen Auftaktetappe zwischen De Panne und Zottegem auf große Jubelgesten. Bester Deutscher im Gesamtklassement ist Zeitfahr-Spezialist Tony Martin (Cottbus/Etixx-QuickStep) als Sechster mit 44 Sekunden Rückstand auf Kristoff.

Keine 24 Stunden nach dem Unfalltod Demoitiés war dessen belgischer Landsmann Myngheer an den Folgen einer Herzattacke verstorben. "Er hat sein letztes Rennen verloren, nachdem er gekämpft hat wie ein Champion", teilte Myngheers Team Roubaix Lille Metropole in der Nacht auf Dienstag mit.

Die Ereignisse treffen das radsportverrückte Belgien hart inmitten der wichtigsten Klassikerrennen, die am Sonntag mit der 100. Flandern-Rundfahrt, dem inoffiziellen Nationalfeiertag, ihren Höhepunkt erreichen.

Veranstalter reagiert auf Sicherheitsdebatte

Insbesondere Demoitiés Unfall hat für Aufruhr in der Branche gesorgt und die Diskussion um mögliche Sicherheitsmängel aufs Neue entfacht. Der 25-Jährige war am Sonntag beim Klassiker Gent-Wevelgem gestürzt und dann von einem nachfolgenden Motorrad erfasst worden.

Bei den Drei Tagen von De Panne wurde bereits reagiert. Die Zahl der Begleitmotorräder wurde dort auf 25 begrenzt und die Fahrer in Sitzungen nochmals speziell instruiert werden. "Es geht vor allem darum, dass die Motorradfahrer keine dummen Dinge tun dürfen und sie sich an die UCI-Regeln halten müssen", sagte Veranstalter Johan Van Hecke dem belgischen TV-Sender Sporza.

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