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Der Brite Simon Yates gewann einen Weltmeistertitel im Bahnradfahren
Der Brite Simon Yates gewann einen Weltmeistertitel im Bahnradfahren © Getty Images

Der Radsport steht vor seinem nächsten Dopingfall: Der frühere Bahn-Weltmeister Simon Yates (Großbritannien) wies bei einer Kontrolle während der Fernfahrt Paris-Nizza Spuren des verbotenen Arzneistoffes Terbutalin auf.

Das australische Orica-GreenEdge-Team des 23-Jährigen bestätigte am Freitag den Befund, den der Weltverband UCI zuvor dem britischen Nationalverband gemeldet hatte. Yates droht im Falle eines Schuldspruchs eine längere Sperre.

Vorerst jedoch kann der Brite weiter in den Sattel steigen. "Gemäß der Anti-Doping-Vorschriften der UCI bedingt der Nachweis einer solchen Substanz nicht die Verhängung einer provisorischen Suspendierung", teilte der Weltverband am Freitagmittag mit: "Der Fahrer hat das Recht, die Öffnung der B-Probe zu verlangen und bei der Analyse anwesend zu sein." Weitere Einzelheiten zur Vorgehensweise im "Fall Yates" nannte die UCI nicht.

Yates soll den auf der Dopingliste stehenden Wirkstoff laut Angaben seines Rennstalles gegen eine bei der UCI angemeldete Asthma-Erkrankung aufgenommen haben. Allerdings habe es der Teamarzt versäumt, die notwendige Ausnahmegenehmigung für die Verabreichung von Medikamenten mit verbotenen Wirkstoffen zu beantragen.

"Es liegt kein Fehlverhalten von Simon Yates vor, sondern ein menschlicher Irrtum, für den der Arzt die volle Verantwortung übernimmt", teilte Orica-GreenEdge mit. Die UCI, der britische Verband und die britische Anti-Doping-Agentur gaben bis Freitagmorgen keine Stellungnahmen ab.

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