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John Degenkolb fährt für das Team Giant-Alpecin © dpa Picture Alliance

John Degenkolb erklärt seinen Angriff mit der Trinkflasche bei der WM mit beißendem Spott. Dem belgischen Rivalen wirft er mangelnden Respekt vor und erinnert an seinen Unfall.

Das Straßenrennen bei der WM in Katar endete für die deutschen Radprofis enttäuschend.

Obwohl das Team mit Andre Greipel und Marcel Kittel gleich zwei heiße Medaillenkandidaten am Start hatte, ging das Team in der Wüste von Doha komplett leer aus.

Obendrein sorgte John Degenkolb auch noch für einen Eklat, als er den Belgier Jens Debusschere mit Wasser aus seiner Trinkflasche bespritzte.

Von einer Entschuldigung wollter er am Sonntagabend im Gespräch mit Journalisten jedoch nichts wissen.

"Jens bat um eine Abkühlung, den Wunsch habe ich ihm erfüllt", sagte er dem belgischen Portal Sporza mit beißendem Spott.

"Mangelnder Respekt"

Seinem Ärger über Debusschere machte er dabei Luft: "Sie wollten unsere Nachführarbeit stören, das ist mangelnder Respekt. Wenn wir sie verfolgen wollen, sollten sie uns nicht den Weg versperren", schimpfte der Klassikerspezialist von Giant-Alpecin.

Degenkolb wollte die Verfolgergruppe mit den deutschen Sprintern Greipel und Kittel wieder an die Führenden heranbringen, doch die Belgier wollten dies verhindern, da in der Spitzengruppe ihr bester Mann Tom Boonen mit von der Partie war.

Degenkolb gab wenig später nach dem Streit mit Debusschere das Rennen nach einem Defekt auf.

Degenkolb erinnert an Unfall

Für den 27-Jährigen endete die Saison damit mit einer Enttäuschung.

"Das war eine Scheiß-Saison. Aber ich bin immer noch am Leben", sagte Degenkolb rad-net.de und erinnerte damit an den schweren Unfall im Januar.

Damals war eine Geisterfahrerin in seine Trainingsgruppe gerast.

Der Thüringer verletzte sich schwer, beinahe hätte sein Zeigefinger amputiert werden müssen.

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