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Michele Scarponi verunglückte mit 37 Jahren tödlich
Michele Scarponi kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben © Getty Images

Hunderte Radprofis und Fans nehmen Abschied von dem tödlich verunglückten Michele Scarponi. Sein Tod löst eine Sicherheitsdebatte in Italien aus.

Hunderte Radprofis und Fans haben am Montag dem tödlich verunglückten Michele Scarponi die letzte Ehre erwiesen.

Der Sarg des Giro-Siegers von 2011, der am Samstag bei einem Trainingsunfall ums Leben gekommen war, ist in der Sporthalle von Scarponis Heimatort Filottrano öffentlich zugänglich gemacht geworden.

Auf Wunsch der Angehörigen soll Scarponi mit dem Trikot seines Teams Astana beigesetzt werden. In den Sarg wurden Zeichnungen der beiden vierjährigen Zwillingssöhne Scarponis Tommaso und Giacomo gelegt. Die Trauerzeremonie ist für Dienstag geplant.

Abschied von Scarponi nahmen am Montag unter anderem Astana-Kapitän Fabio Aru sowie die Sportdirektoren Giuseppe Martinelli, Stefano Zanini und Alexander Schäfer.

Roberto Conti, Teamkollege des ebenfalls früh verstorbenen Marco Pantani und später von Scarponi, sagte: "Von ihm habe ich alles Mögliche gelernt. Er war immer fröhlich, er war ein echter Freund. Mit ihm zu trainieren, war eine Freude."

Nach dem Unfall Scarponis wird in Italien heftig über die Sicherheit von Radfahrern auf öffentlichen Straßen diskutiert.

"Ein Radfahrer ist ständigen Gefahren ausgesetzt. Die Sicherheitsmaßnahmen müssen erhöht werden", forderte der frühere Premierminister Romano Prodi, selbst leidenschaftlicher Radfahrer.

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