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Bei der diesjährigen Tour de France gehen die Veranstalter verschärft vor
Bei der diesjährigen Tour de France gehen die Veranstalter verschärft vor © Getty Images

Die Tour de France bekämpft den High-Tech-Betrug mit einer neuen Waffe - und verwirft die bisher als "äußerst effizient" gelobte Methode. Auch während der Fahrt wird gefahndet.

Die Maßnahmen zur möglichen Aufdeckung technischen Dopings im Radsport werden bei der 103. Tour de France (2. bis 24. Juli) verschärft.

Beim in einer Woche beginnenden wichtigsten Radrennen der Welt sollen erstmals hochentwickelte Wärmebildkameras eingesetzt werden, die Verstöße aufdecken könnten. Das berichtete die französische Sonntagszeitung Journal du Dimanche.

Der Radweltverband UCI setzte bislang bei der Aufklärung von Motordoping auf Magnetresonanz-Untersuchungen per Tablet vor und nach den Rennen und bezeichnete diese Methode immer als "äußerst effizient".

Kontrolle während des Rennens

Die neu eingeführten Wärmebildkameras können nun sogar auch während der Wettkämpfe von Begleitmotorrädern aus genutzt werden. Der französische Staat hat die Einführung der Methodik laut Journal du Dimanche forciert.

Details zur Verschärfung der Maßnahmen im Kampf gegen mechanische Manipulation sollen am Montag bei einer Pressekonferenz im französischen Sportministerium vorgestellt werden.

Zukunft des Radsports gefährdet

Nach Informationen von Journal du Dimanche haben auch UCI-Präsident Brian Cookson und der Tour-Veranstalter ASO dem Verfahren zugestimmt.

"Dieses Problem ist schlimmer als Doping, die Zukunft des Radsports steht hier auf dem Spiel", sagte Thierry Braillard, der französische Staatssekretär für Sport, der Zeitung.  

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