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Jarlinson Pantano gewann die 15. Etappe der Tour de France vor Rafal Majka (l.)
Jarlinson Pantano gewann die 15. Etappe der Tour de France vor Rafal Majka (l.) © Getty Images

Der Kolumbianer Pantano gewinnt auf der Bergetappe nach Culoz den Spurt zweier Ausreißer. Rafal Majka heimst jede Menge Punkte ein, Froome hält Bardet in Schach.

Der Kolumbianer Jarlinson Pantano hat bei der 103. Tour de France die Bergetappe nach Culoz gewonnen.

 Der 27-Jährige vom Team IAM setzte sich am Sonntag auf dem 15. Teilstück nach 160 km und sechs Bergwertungen im Spurt zweier Ausreißer vor dem Polen Rafal Majka (Tinkoff) durch.

 Majka, der unterwegs jede Menge Punkte einheimste, übernahm damit das Bergtrikot vom Belgier Thomas De Gendt. 

Froome hatte mehr Gegenwehr erwartet

Das Gelbe Trikot verteidigte Chris Froome souverän. Der britische Titelverteidiger vom Team Sky erreichte das Ziel an der Seite der weiteren Favoriten rund drei Minuten nach dem Sieger und trotzte Attacken von Romain Bardet und Nairo Quintana.

"Ich habe mehr Gegenwehr erwartet, ich war überrascht. Aber es war ein derart harter Tag, dass wohl niemand dazu die Beine hatte", sagte Froome: "Ich hatte alles unter Kontrolle und musste nicht an mein Limit gehen."

Deutsche Radprofis hatten mit dem Ausgang der Etappe nichts zu tun. Emanuel Buchmann, der deutsche Anwärter auf eine starke Platzierung im Gesamtklassement, musste Lehrgeld zahlen und erreichte als bester Deutscher rund neun Minuten hinter Froome auf Platz 39 das Ziel.

Mollema der stärkste Widersacher?

In der Gesamtwertung führt Froome weiter mit 1:47 Minuten vor dem Niederländer Bauke Mollema (Trek-Segafredo) und 2:45 Minuten vor Landsmann Adam Yates (Orica-BikeExchange). Quintana (Kolumbien/Movistar) liegt auf Rang vier (+2:59).  

"Natürlich muss ich auf Quintana aufpassen, der gesagt hat, vor allem in der letzten Woche angreifen zu wollen", meinte Froome: "Aber möglicherweise ist Mollema mein stärkster Konkurrent - er war ja am Mont Ventoux an meinem Hinterrad."

Am Montag könnte sich auf den 209 km in die Schweizer Bundesstadt Bern eine Chance für bergfeste Sprinter wie John Degenkolb oder Peter Sagan bieten, nach dem Ruhetag am Dienstag entscheidet die harte Schlussphase über den Tour-Sieg.

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