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Tom Dumoulin gewann die Pyrenäen-Königsetappe nach Andorra
Tom Dumoulin gewann die Pyrenäen-Königsetappe nach Andorra © Getty Images

Der Niederländer triumphiert bei der Königsetappe der Tour. Für sein deutsches Team ist es der erste Tageserfolg. Chris Froome kann auch Hagel nicht bremsen.

Tom Dumoulin vom deutschen Team Giant-Alpecin hat bei der 103. Tour de France die Königsetappe der Pyrenäen gewonnen.

Der Teamkollege von John Degenkolb setzte sich nach 184,5 km und fünf fordernden Pässen zwischen Vielha e Mijaran/Spanien und der Bergankunft in Andorra Arcalis aus einer Fluchtgruppe heraus durch und feierte seinen ersten Tour-Etappensieg.

Auch für Giant-Alpecin war es der erste Tageserfolg. "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Ich bin so fertig, dass ich nicht mal richtig sprechen kann", sagte Dumoulin. Für die Equipe kommt der Befreiungsschlag zudem zu einem äußerst passenden Zeitpunkt: Am Montag soll ein neuer Hauptsponsor präsentiert werden.

Für die Equipe kommt der Befreiungsschlag zudem zu einem äußerst passenden Zeitpunkt: Am Montag soll auf einer Pressekonferenz ein neuer Hauptsponsor für das derzeit einzige in Deutschland lizenzierte World-Tour-Team präsentiert werden.

Froome gibt sich keine Blöße

Top-Favorit Christopher Froome (Großbritannien/Sky) verteidigte im von einem schweren Hagelschauer begleiteten Finale seine Führung in der Gesamtwertung erfolgreich.

Einen Tag nach seinem beeindruckenden Etappensieg in Bagnères-de-Luchon kam der 31-Jährige an der Seite seines nominell schärfsten Widersachers Nairo Quintana (Movistar) ins Ziel, machte allerdings zugleich keine weitere Zeit auf den Kolumbianer gut. Froome wird das Gelbe Trikot damit in Richtung der Alpen tragen.

 "Erst haben wir in der Hitze gelitten, dann kam plötzlich der Hagel. Das war ein ziemlich verrückter Wechsel. Ich habe den Kopf immer unten gehabt, damit ich nichts ins Gesicht bekomme", sagte Froome nach der Wasserschlacht in Andorra: "Aber wir sind total zufrieden und habe jede Menge Selbstvertrauen."

Mitfavorit Contador gibt auf

Bereits ausgeschieden ist der als Mitfavorit gestartete Alberto Contador. Ausgerechnet in seinem Heimatland Spanien kam das Aus für den zweimaligen Tour-Sieger, der fiebergeschwächt aufgab und rund 100 km vor dem Ziel enttäuscht in ein Begleitfahrzeug seines Teams Tinkoff stieg. 

Zu Etappenbeginn hatte der 33-jährige Contador noch attackiert, fiel später aber mehrfach hinter das Hauptfeld zurück.

"Ich konnte nicht weiterfahren", sagte Contador enttäuscht: "Es müssen jetzt Untersuchungen durchgeführt werden, damit wir genau sehen, was ich habe."

Am Ruhetag am Montag können die Fahrer erstmals durchatmen. In Andorra stehen Massagen, lockere Ausfahrten, aber auch Medientermine auf dem Programm. Die zehnte Etappe führt am Dienstag über 197 km von Escaldes-Engordany/Andorra zurück nach Frankreich in den Zielort Revel.

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