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Christopher Froome kommen einige Fans oft sehr nahe
Christopher Froome kommen einige Fans oft sehr nahe © Getty Images

Tony Martin stellt sich nach der Rangelei zwischen Froome und einem Fan auf die Seite des Titelverteidigers. Der Deutsche spricht auch über seine Zukunft.

Radprofi Tony Martin hat sich nach der Rangelei zwischen Chris Froome und einem kolumbianischen Fan auf die Seite des Titelverteidigers der Tour de France geschlagen.

"Ich kann die Aktion nachvollziehen. Wir sind bei Puls 180 oder 190, das Adrenalin ist am Anschlag", sagte der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister über den Zwischenfall auf der Pyrenäen-Etappe nach Bagnères-de-Luchon, für den Froome 200 Schweizer Franken Geldstrafe zahlen musste.

Grundsätzlich hätten Martin und seine Kollegen während der langen Anstiege im Hochgebirge immer wieder mit nervenden Anhängern zu tun.

"Hose runterziehen ist fast schon Normalität. Es gibt immer wieder Idioten, die halbnackt mit einer Alkoholfahne hinter uns hersprinten", sagte der 31-Jährige am ersten Ruhetag, hob aber auch positive Aspekte der Begeisterung hervor: "Wenn sie schreien und uns anfeuern, dann ist das beflügelnd und gibt eine tolle Atmosphäre."

Über seine Zukunft hat der gebürtige Cottbuser noch keine Entscheidung gefällt. "Es werden bei der Tour Gespräche geführt, es gibt Interesse von mehreren Teams", sagte Martin, der aber als ersten Ansprechpartner sein aktuelles Team Etixx-Quick Step nannte. Bis zum Ende der Frankreich-Rundfahrt soll Klarheit herrschen.

"Das Team muss meiner Philosophie entsprechen, auch das Material ist ganz wichtig", sagte Martin, der am kommenden Freitag auf der 13. Etappe im Einzel-Zeitfahren einen Etappensieg anpeilt: "Wenn ich sage, dass ein Zeitfahren etwas für mich ist, dann will ich auch gewinnen. Es ist realistisch."

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