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Das flache Profil auf dem Weg von Carcassonne nach Montpellier bietet den Sprintstars perfekte Bedingungen. Andre Greipel will endlich den ersten Tour-Etappensieg 2016.

Das Terrain ist wie gemacht für die besten Sprinter: Der Weg von Carcassonne nach Montpellier bietet kaum größere Klippen und sollte André Greipel ebenso wie Marcel Kittel eine neue Chance ermöglichen, den Briten Mark Cavendish zu bezwingen. Der hat dieses Jahr schon drei Sprintetappen gewonnen.

"Es wird kurz und schnell, mal gucken, was dann im Sprint herauskommt. Auf Montpellier liegt mein Fokus. Es ist jetzt die Herausforderung, Cavendish zu schlagen", sagte Kittel, der nach seinem Sieg auf der vierten Etappe vom ganz großen Druck befreit ist - im Gegensatz zu Greipel.

Der deutsche Meister und zehnmalige Tour-Etappensieger sucht bei der Tour 2016 noch nach seinem Glück, auch taktische Fehler verhinderten bisher einen Erfolg. 

Dennoch ist beim "Gorilla" die Zuversicht ist zurück, auch wenn der Kreis der Konkurrenten unverändert groß ist: "Es sind viele Sprinter auf dem selben Level. Ich will zwei Zentimeter schneller sein als auf der dritten Etappe." Dort war Greipel erst auf der Ziellinie von Cavendish abgefangen worden.

Zu erwarten ist auf den 162,5 km ein Szenario wie in der ersten Woche der Tour de France. Eine Ausreißergruppe dürfte sich nach dem Start aus dem Peloton lösen, aber von den Sprinterteams kontrolliert auf Abstand gehalten werden.

Recht viel mehr als die beiden Bergwertungen der vierten Kategorie und den Zwischensprint werden die Angreifer des Tages nicht unter sich aufteilen können, bevor das womöglich wieder hektische Finale beginnt.

Für die Klassementfahrer um Titelverteidiger Chris Froome ist es noch einmal ein Tag, um Kräfte zu sparen für den am Donnerstag folgenden Showdown am Mont Ventoux und das schwierige Einzelzeitfahren am Freitag.

Montpellier ist bereits zum 32. Mal Etappenort der Großen Schleife und traditionell ein idealer Platz für Sprintersiege. In der achtgrößten Stadt Frankreichs gewann 2013 Greipel, zwei Jahre zuvor war Cavendish erfolgreich. 1993 gab es durch Olaf Ludwig ein weiteren deutschen Triumph.

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