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Auf der 11. Etappe der Tour de France bietet sich Marcel Kittel und Co. die vorerst letzte Chance auf einen Sprintsieg. Der Zielort gehört bereits zum Inventar.

Vor der großen Schinderei in den Pyrenäen dürfen sich die Klassementfahrer noch einmal ein wenig zurücklehnen, am Fuße des französisch-spanischen Grenzgebirges erhalten bei der 11. Etappe der Tour de France am Mittwoch (ab 13.05 Uhr im LIVETICKER) erneut die Sprinter die große Bühne: Für den viermaligen Etappensieger Marcel Kittel und Co. ist es die letzte Siegchance vor der Schlusswoche.

"Diese Etappe wurde tatsächlich speziell für die Sprinter entworfen", sagt Tour-Streckenchef Thierry Gouvenou. Gut drei Stunden lang geht es eher unspektakulär durch die Departements Landes und Gers südwärts, dann stehen binnen drei Kilometern der einzige Zwischensprint und die einzige Bergwertung (4. Kategorie) des Tages an. Von dort sind es noch rund 60 Kilometer bis zur flachen Ankunft in Pau.    

Die 64.000-Einwohner-Stadt gehört längst zum Inventar der Frankreich-Rundfahrt: Öfter als Pau, das in diesem Jahr zum 69. und 70. Mal Start- oder Zielort ist, war die Tour nur in Paris und Bordeaux zu Gast.

Zwei deutsche Fahrer trugen sich bislang in Pau in die Siegerliste ein: 1977 gewann Didi Thurau eine schwere Etappe über den Tourmalet, 20 Jahre später lag Erik Zabel im Sprint vorne.

Nach den schweren Stürzen im bisherigen Tour-Verlauf bietet sich den Profis auf dem Weg nach Pau die perfekte Gelegenheit, um bei einer höheren Instanz um anhaltende körperliche Unversehrtheit zu bitten:

Die Kapelle Notre Dame des Cyclistes, im 13. Jahrhundert freilich mit anderer Bestimmung als Teil einer Tempelritter-Festung errichtet, wurde 1959 von Papst Johannes XXIII. zum Radfahrer-Schutzheiligtum erklärt. Im angrenzenden Museum finden sich unter anderem Trikots von Radgrößen wie Eddy Merckx oder Tom Simpson.

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