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Australiens Rugby-Team feiert das Erreichen des WM-Halbfinales © Getty Images

Schottland scheitert im Viertelfinale der Rugby-WM gegen Australien erst in letzter Sekunde. Weil auch Irland verliert, steigt das Semi-Finale erstmals ohne Europäer.

Argentinien und Australien haben bei der Rugby-WM in England und Wales das Halbfinale komplettiert.

Während die südamerikanischen "Pumas" etwas überraschend 43:20 (20:10) gegen das hoch eingeschätzte Irland siegten, bezwang der zweimalige Champion Australien Schottland in einem packenden Duell 35:34 (15:16).

Die Runde der letzten Vier findet damit erstmals ohne europäische Mannschaften statt, da mit in Argentinien, Australien, Neuseeland und Südafrika ausschließlich Teams aus der südlichen Hemisphäre qualifiziert sind.

Im Londoner Rugby-Tempel Twickenham lieferten sich Australien und Schottland von Beginn an ein Duell auf Augenhöhe. Obwohl die Schotten den besseren Start erwischten und nach 20 Minuten 13:5 führten, ließen sich die favorisierten Australier nie aus der Ruhe bringen.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich das Spiel engültig zu einem Krimi, die Führung wechselte mehrfach. Nach einem Versuch von Mark Bennet (74.) sah Schottland bereits wie der sichere Sieger aus, ehe Bernard Foley (80.) die Partie mit einem Straftritt in letzter Sekunde doch noch einmal drehte.

Australiens Halbfinal-Gegner Argentinien legte im Millennium Stadium in Cardiff einen Blitzstart hin und führte bereits nach zehn Minuten und Versuchen von Matias Moroni (3.) und Juan Imhoff (10.) 14:0.

Geheimfavorit Irland, das zuletzt zweimal das prestigeträchtige Six-Nations-Turnier gewonnen und in der Gruppenphase mit der makellosen Bilanz von vier Siegen in vier Siegen geglänzt hatte, zeigte sich geschockt und fand gegen die aggressiven Südamerikaner nie zu seinem Spiel.

Am Samstag hatten bereits Titelverteidiger Neuseeland und der zweimalige Champion Südafrika ihre Viertelfinal-Partien gewonnen.

Während die neuseeländischen All Blacks in der Neuauflage des WM-Finals von 2011 deutlich 62:13 gegen Frankreich siegten, rang Südafrika in einer ausgeglichenen Partie Co-Gastgeber Wales (23:19) nieder.

Beide Teams kämpfen am kommenden Samstag in Twickenham um den Einzug ins Finale, einen Tag später kommt es an gleicher Stelle zum Duell zwischen Australien und Argentinien.

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