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Naoya Tomita gewann 2010 bei den Asienspielen Gold über 200 Meter Brust

Naoya Tomita rudert zurück: Der gesperrte japanische Schwimmer hat sein Geständnis zurückgenommen und behauptet nun, die Kamera eines Journalisten bei den Asienspielen in September doch nicht gestohlen zu haben.

Der 25-Jährige hatte allerdings bereits bei der südkoreanischen Polizei gestanden.

Unter Tränen widerrief der frühere Weltmeister nun seine Aussage.

"Ich habe die Kamera nicht gestohlen", sagte Tomita auf einer Pressekonferenz im japanischen Nagoya. "Es stimmt, dass ich bei der koreanischen Polizei gestanden habe, aber das bedauere ich jetzt. Ich hatte Angst, dass sie mich nicht zeitnah nach Japan ausreisen lassen würden."

Ein Unbekannter habe ihm ein schwarzes Päckchen gegeben, so Tomita.

Dessen Anwalt warf den südkoreanischen Behörden vor, die Beweise manipuliert und einen Übersetzer mit mangelnden Japanisch-Kenntnissen eingesetzt zu haben.

"Wer auch immer die Kamera in die Tasche meines Mandanten getan hat, hatte wahrscheinlich einen Hass auf das japanische Schwimmteam. Es gibt kein Motiv für diese Tat. Es macht für ihn einfach keinen Sinn, seine Karriere mit dieser Tat zu zerstören," so Bujiro Kunita.

Aufgrund des Diebstahls hatte der japanische Schwimmverband den Kurzbahn-Weltmeister über 200 m Brust von 2010 für 18 Monate gesperrt.

Außerdem wurde Tomita von seinem Arbeitgeber, einem Sportartikelhersteller (Descente), entlassen.

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