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Jacob Heidtmann
Jacob Heidtmann gewann bei der Schwimm-DM über 400 m Lagen © Getty Images

Zum Auftakt der deutschen Schwimm-Meisterschaften in Berlin hat Jacob Heidtmann für das Highlight gesorgt.

Der EM-Sechste aus Elmshorn sicherte sich im Finale über 400 m Lagen den Titel von 4:13,28 Minuten und eroberte Rang zwei der Weltrangliste.

Heidtmann (20) knackte zudem wie auch die geschlagenen Johannes Hintze und Kevin Wedel die Finalnorm für einen Start bei der WM im Sommer in Kasan.

Insgesamt blieben am ersten von vier Wettkampftagen acht Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) unter den Richtzeiten, die sich an Platz 14 der vergangenen WM in Barcelona orientieren.

"Ich freue mich riesig. Ich war sehr aufgeregt, denn ich wollte unbedingt gewinnen. Mein Mentaltrainer hat mir geholfen", sagte Heidtmann, der wegen des verletzungsbedingten Fehlens von Dauermeister Yannick Lebherz favorisiert gewesen war.

Bundestrainer Henning Lambertz schwärmte über Heidtmann: "Ich freue mich tierisch, dass bei ihm der Knoten geplatzt ist. Man hat gesehen, was der Junge alles drauf hat."

Bei den Frauen verteidigte die Magdeburgerin Franziska Hentke über 400 m Lagen ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich und erfüllte die WM-Teilnorm um fünf Hundertstelsekunden.

Die hoch gehandelte Theresa Michalak, die in den USA trainiert und studiert, brach am Ende ein und wurde nur Neunte.

Über 800 m Freistil setzte sich die 17-Jährige Leonie Antonia Beck (8:27,37) vor Titelverteidigerin Sarah Köhler (8:28,23) durch. Das bis zum Schluss spannende Duell pushte beide Athletinnen zur WM-Teilnorm.

Bei den Männer setzte sich Favorit Sören Meißner über 1500 m Freistil durch (15:04,93) und blieb ebenso wie Teamkollege Ruwen Straub (15:06,01) unter der WM-Normzeit.

Die Athleten müssen jedoch in den kommenden Wochen bei einem weiteren Wettkampf ihrer Wahl einen erneuten Leistungsnachweis erbringen und bei den German Open in Essen Anfang Juli an den Start gehen. Erst dann ist ihnen das WM-Ticket sicher.

Die beiden Vorschwimmer Paul Biedermann und Marco Koch sind genau wie der Olympia-Vierte Steffen Deibler, der wegen eines Infekts nicht in Berlin startet, vorqualifiziert.

Biedermann (100 und 200 m Freistil) und Europameister Koch (100 und 200 m Brust) greifen erst am Wochenende ins Geschehen ein.

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