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FINA/NVC Diving World Series 2014 - Day Three
Maria Kurjo landet nur auf Platz 12 © Getty Images

Wasserspringerin Maria Kurjo hat die anvisierte Medaille vom Turm bei der Heim-EM in Rostock klar verpasst. Einen Tag nach Silber zum Auftakt mit Weltmeister Patrick Hausding im Teamwettbewerb belegte die WM-Fünfte im Finale aus zehn Metern nur den enttäuschenden zwölften Platz (228,75 Punkte). Beim völlig missglückten Zweieinhalb-Delfinsalto im dritten Durchgang schlug Kurjo sogar mit den Füßen am Turm auf.

Julia Prokoptschuk sicherte sich den Titel und damit der Ukraine den ersten Quotenplatz für Olympia in Rio de Janeiro in dieser Disziplin. Silber ging an Laura Marino (Frankreich) vor Noemi Batki (Italien).

Kurjo vergoss hinterher ein paar Tränen. "Da kann man nicht mehr viel machen", sagte die Berlinerin über ihren technischen Fehler beim dritten Sprung. Das bestätigte auch Bundestrainer Lutz Buschkow: "Wenn man den Turm touchiert, dann ist das, als ob man aus einem fahrenden Auto einen Anker wirft."

Lehrgeld musste EM-Küken Elena Wassen zahlen. Die mit 14 Jahren jüngste Teilnehmerin der Titelkämpfe zeigte bei ihrem ersten großen internationalen Wettkampf einige Wackler und verpasste als Vorletzte das Finale deutlich. "Nervös war ich eigentlich nicht, aber trotzdem hat es nicht so gut geklappt", sagte die Berlinerin.

Kurjo zog sich keine ernsthafte Verletzung zu. Die Berlinerin hatte in der Neptun-Schwimmhalle im Jahr 2010 einen schrecklichen Unfall erlebt. Nach einem technischen Fehler war sie mit dem Kopf an den Turm geknallt und bewusstlos ins Wasser gestürzt. Bundestrainer Lutz Buschkow war damals in voller Montur ins Becken gesprungen und hatte die Athletin aus dem Wasser gezogen.

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