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FINA/NVC Diving World Series
Patrick Hausding und Stephen Feck springen in Rostock zu EM-Bronze © Getty Images

Das Synchronpaar Patrick Hausding/Stephan Feck hat sein Abonnement auf Silber bei Wassersprung-Europameisterschaften nicht verlängert. Nach fünf zweiten Plätzen in Folge gewann das Duo im Finale in Rostock vom 3-m-Brett Bronze. Das deutsche Paar musste mit 419,73 Punkten nicht nur den russischen Titelverteidigern Jewgeni Kusnezow/Ilja Sacharow (462,96), sondern auch den Ukrainern Ilja Kwascha/Olexander Gorschkowosow (430,89) den Vortritt lassen.

Für das erfolgsverwöhnte deutsche Wassersprung-Team war es nach Silber zum Auftakt im Teamwettbewerb mit Hausding/Mario Kurjo erst die zweite Medaille der Titelkämpfe in der Neptun-Schwimmhalle. Zwei Wettkampftage vor Schluss droht damit das schlechteste EM-Ergebnis seit der Wiedervereinigung.

Für seinen enttäuschenden fünften Platz im Einzel konnte sich Hausding einen Tag später mit Synchron-Bronze zumindest ein wenig trösten. "Es gab noch ein paar Nachwirkungen, aber die habe ich versucht, mit dem Vorkampf abzuschütteln", sagte der elfmalige Europameister.

Vorwürfe gab es auch aus der Mannschaft keine, auch wenn Hausding durch den verpassten Einzelsieg auch den anvisierten ersten Olympia-Quotenplatz verspielte. "Wir haben ihm nicht den Kopf abgerissen, er hat sich selbst geärgert", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow: "Er ist halt auch nur ein Mensch."

Die Strapazen der vergangenen Wochen in der Weltserie seien rückblickend "vielleicht ein Fehler" gewesen, sagte Buschkow. An negative Auswirkungen für die WM in sechs Wochen im russischen Kasan glaubt der DSV-Leistungssportdirektor aber nicht.

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