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Swimming - Olympics: Day 1
Yusra Mardini trainiert in Berlin bei den Wasserfreunden Spandau © Getty Images

Flüchtling Yusra Mardini war nach ihrem aufsehenerregenden Olympia-Debüt überglücklich.

"Es war wirklich cool und ein unbeschreibliches Gefühl, hier bei Olympia schwimmen zu dürfen und die ganzen Champions zu sehen", sagte die 18 Jahre alte Schwimmerin nach ihrem 41. Platz über 100 m Schmetterling.

Die Syrerin, die seit ihrer dramatischen Flucht aus der kriegsgeplagten Heimat in Berlin wohnt und dort bei den Wasserfreunden Spandau 04 trainiert, schickte einen Gruß nach Deutschland: "Ich möchte ihnen für die Unterstützung danken. Sie sind in meinem Herzen."

Begehrte Interviewpartnerin

Dass Mardini in 1:09,21 Minuten knapp 13 Sekunden langsamer war als die schwedische Olympiasiegerin Sarah Sjöström und dass sie auch ihre eigene Bestmarke (1:08,51) nicht knacken konnte, war nur zweitrangig. Mardini war dennoch die meistgefragte Interviewpartnerin unter den Starterinnen, Dutzende Journalisten drängten sich um die zierliche, aber keineswegs eingeschüchterte Schwimmerin.

"Ich hatte ein gutes Gefühl im Wasser und bin sehr glücklich", sagte Mardini in sehr gutem Englisch. Bei ihrem zweiten Start in Rio über die 100 m Freistil am Mittwoch will sie es aber noch besser machen: "Darauf bin ich sehr gespannt. Ich hoffe, dass ich dann noch besser bin."

Mardini ist eine von insgesamt zehn Athleten aus dem ersten Flüchtlingsteam (RTO), dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Rio unter Olympischer Flagge an den Start schickt. Das IOC wolle damit "ein Zeichen der Hoffnung für flüchtende Sportler auf der ganzen Welt" setzen, sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

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