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SWIM-OLY-2016-RIO
Michael Phelps trug bei der Eröffnungsfeier in Rio de Janeiro die Fahne der USA © Getty Images

US-Superstar Michael Phelps beschwert sich vor Olympia über die Dopingprobleme und zweifelt an der Sauberkeit seiner Konkurrenten. Für die Zukunft sieht er schwarz.

Das Dopingproblem im Weltsport hat auch einen Schatten auf die Karriere des Rekord-Olympiasiegers Michael Phelps geworfen.

"Doping ist beschissen. Es ist scheiße!", sagte der Schwimm-Weltstar, der 18 Olympia-Goldmedaillen gewonnen hat, im Interview mit der Tageszeitung Die Welt: "Und das sage ich, weil ich nicht weiß, wie man sich fühlt, wenn man vor einem Rennen auf den Startblock steigt und denkt: In diesem Wettbewerb sind alle sauber."

Während der Eröffnungsfeier in Rio de Janeiro hat Phelps die amerikanische Fahne ins Stadion getragen. Doping auszumerzen, hält der 31-Jährige vor seinen fünften Sommerspielen für unmöglich. "Das ist sehr traurig. Es wäre schön, wenn alle mit denselben Voraussetzungen starten würden. Aber ich glaube, es wird immer Personen geben, die so handeln", klagte er.

Er selbst sei "wahrscheinlich einer der am meisten in Sachen Anti-Doping kontrollierten Athleten der olympischen Geschichte". Er habe in diesem Jahr mindestens zweimal pro Monat Blut und Urin abgenommen bekommen, berichtete Phelps. Allerdings sei dies kein Vergleich zu früheren Spielen: "2008 wurde ich öfter kontrolliert, als ich mir je hätte vorstellen können. Sie wollten mich als Beispiel nutzen."

In Rio geht Phelps über 100 und 200 Meter Schmetterling, 200 Meter Freistil und mit der 4x100m-Freistil-Staffel an den Start. Er betont: "Ich will viermal Gold gewinnen."

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