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Budapest 2017 FINA World Championships - Day 5
Finnia Wunram bekam nach dem Start einen Schlag auf den Kopf © Getty Images

Wieder kein Edelmetall für die besten deutschen Freischwimmer: Die Staffel um Muffels muss sich mit Platz acht begnügen. Startschwimmerin Wunram kollabiert.

Auch die Staffel um Titelverteidiger Rob Muffels hat bei der WM in Ungarn die erste Medaille für die deutschen Freiwasserschwimmer verpasst.

Finnia Wunram, Leonie Beck, Sören Meißner und Muffels als Schlussschwimmer mussten sich im Teamrennen über fünf Kilometer im Plattensee mit Rang acht begnügen. Gold ging an Frankreich vor den USA und Italien.

Schon nach der ersten Runde war das Rennen gelaufen: Wunram hatte laut Bundestrainer Stefan Lurz beim Start einen Schlag gegen den Kopf abbekommen. "Das hat sie völlig aus dem Konzept gebracht. Kreislauf, Schnappatmung - sie war total durch den Wind", berichtete er nach dem Rennen. Die Magdeburgerin wechselte als 19. und Letzte mit 1:08 Minuten Rückstand und wurde von Medizinern versorgt.

Premiere für Staffelmodus

"Sie ist kollabiert und musste rausgezogen werden", sagte Lurz: "Der Arzt hat sie sofort stabilisiert. Nach zehn Minuten hatte sie sich wieder gefangen." Beck, Meißner und Muffels holten zwar noch Platz um Platz auf, die Spitze des Feldes war aber zu weit weg.

Der Wettbewerb wurde erstmals als Staffel ausgetragen, bei der zwei Frauen und zwei Männer jeweils 1,25 km schwammen. Muffels hatte vor zwei Jahren in Kasan noch im alten Modus Gold geholt: Gemeinsam mit Christian Reichert und Isabelle Härle war er gegen die Uhr geschwommen.

Der Magdeburger hatte im Einzelrennen über zehn Kilometer als 25. ebenso enttäuscht wie seine Vereinskollegin Wunram als Elfte über fünf. Mit ihrem siebten Platz über zehn Kilometer hatte die 21-Jährige für das beste Ergebnis gesorgt. Die letzte Chance auf Edelmetall hat am Freitag (8.30 Uhr) die 41 Jahre alte Ex-Weltmeisterin Angela Maurer über 25 Kilometer.

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