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Michel Stich gewann 1991 das Turnier in Wimbledon
Michel Stich gewann 1991 das Turnier in Wimbledon © imago

Der frühere Sportwart Heinz Wagner hat sich zweieinhalb Monate vor der Präsidenten-Wahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) für Michael Stich als neuen Verbandsboss ausgesprochen.

"Das Interesse von Michael Stich am Spitzenamt im DTB ist aus meiner Sicht eine Riesenchance, die man nicht leichtfertig verspielen sollte", appellierte Wagner.

"Die Entwicklung des Hamburger Turniers am Rothenbaum in der jüngsten Vergangenheit sollte die letzten Zweifler eines Besseren belehren", lobte er den Wimbledonsieger von 1991.

Wagner, der von 2005 bis 2011 unter anderem DTB-Sportwart war, forderte den Verband in einer schriftlichen Erklärung zudem zu strukturellen Reformen auf.

"18 Landesverbände und seine zahlreichen Untergliederungen sind einfach nicht mehr zeitgemäß und verschlingen wirtschaftliche Ressourcen, die dringend an anderer Stelle fehlen", schrieb der Träger der Silber-Vergoldeten DTB-Ehrennadel.

Nach Meinung von Wagner seien "schlanke Verwaltungen für die Basis" das Konzept für die Zukunft.

Ulrich Klaus, Chef des Tennis-Verbandes Rheinland-Pfalz, ist am 16. November bei der Wahl in Berlin erster Anwärter auf die Nachfolge des scheidenden DTB-Präsidenten Karl Altenburg.

Klaus war von den Landesverbänden bei einer Enthaltung einstimmig als Kandidat erkoren worden.

Auch Stich, der als Turnierdirektor des Hamburger ATP-Turniers fungiert, hatte dem Bundesausschuss ein Konzept vorgelegt. Allerdings hatte man sich nicht über die Rahmenbedingungen einer möglichen Zusammenarbeit einigen können.

Unter anderem hatte sich auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner jüngst für Stich stark gemacht.

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