London - In den Katakomben der ATP Finals spricht Roger Federer bei SPORT1 über seine Top-Form und seine Zukunft mit Coach Stefan Edberg.

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Von Sascha Bandermann

So etwas nennt man dann wohl einen "Federer-Moment".

Nein, diesmal geht es nicht um einen Zauberschlag, den der 17-malige Grand-Slam-Sieger rausgeholt hat.

Diesmal geht es um eine zufällige Begegnung abseits jeglicher Kameras.

Plötzlich steht der Schweizer mit SPORT1 im Aufzug.

Und wie locker er kurz nach einem denkwürdigen Match bei den ATP Finals vor sich hinplaudert, als wäre nichts gewesen, kann man wohl auch als "Federer-Moment" bezeichnen.

Kurz zuvor hat er dem Briten Andy Murray eine Lehrstunde erteilt. Er ist auf dem Weg zur Bootsablegestelle des Peninsula Square und hat auf der Pressekonferenz bereits ausführlich gesprochen.

Das hindert ihn jedoch nicht daran, noch einmal Rede und Antwort zu stehen.

Beim Gang durch die Katakomben der O2-Arena in London erkärt der Schweizer bei SPORT1, warum er derzeit so gut drauf ist, wie er sich die Zukunft mit Trainer Stefan Edberg vorstellt und welchen Stellenwert Frau Mirka in seiner Karriere einnimmt.

SPORT1: Herr Federer, Sie haben gegen Andy Murray ein erstklassiges Match gespielt, es wirkt als seien Sie fit wie nie. Kann man sagen, dass Ihre aktuellen Leistungen sogar höher einzuschätzen sind, als die während Ihrer ganz dominanten Phase?

Roger Federer: Ich bin wirklich sehr zufrieden, wie es gerade läuft. Ob es tatsächlich das beste Tennis ist, hängt auch viel mit dem Selbstvertrauen zusammen. In meiner besten Phase hatte ich wirklich das Gefühl, ich könnte fast nicht verlieren. Dann riskierst du auch mal mehr als du eigentlich solltest und es funktioniert trotzdem. Aktuell bin ich auch wieder in einer Phase, in der ich sehr an mich glaube und dementsprechend läuft es super.

SPORT1: Ein wichtiger Punkt ist sicherlich auch die körperliche Fitness?

Federer: Ja auf jeden Fall. Ich habe mich in all den Jahren immer verbessert. Dazu hilft mir mein neuer Schläger besser aufzuschlagen und die Rückhand besser zu treffen. Ich glaube, mein Volley ist derzeit der beste meiner Laufbahn. Ich bewege mich offensiv und defensiv sehr stark und vielleicht stimmt aus diesem Grund sogar, dass ich das beste Tennis meiner Karriere spiele. SHOP: Jetzt Tennis-Artikel kaufen

SPORT1: Noch läuft hier in London das Saisonfinale. Haben Sie trotzdem schon Ziele für das Jahr 2015?

Federer: Nein, ich habe ehrlich gesagt noch gar nicht an 2015 gedacht, außer bezüglich der Turniere, die ich spielen werde. Ich fange in Brisbane und Melbourne an und gehe dann erst einmal zwei Wochen in den Urlaub. Und dann bereite ich mich auf Dubai vor, eventuell werde ich auch im Davis Cup starten. Das wird sich alles in den nächsten Wochen und Monaten entscheiden.

SPORT1: Wissen Sie schon, ob Stefan Edberg auch im kommenden Jahr Ihr Trainer sein wird?

Federer: Das mit Stefan muss ich auch noch klären. Sicher ist, dass es mit Severin (Lüthi, Anm. d. Red), meinem Phsyio und meinem Konditionstrainer weitergehen wird. Ich würde natürlich gerne mit Stefan weitermachen, aber das liegt auch ein wenig an ihm. Aber im Moment bin ich noch voll konzentriert auf das Ende dieser Saison.

SPORT1: Sie müssen das ganze Jahr auch immer wieder den Spagat zwischen Familie und dem Sport bewältigen. Wie ist das Leben mit vier Kindern?

Federer: Es ist wirklich schön so viele Kinder zu haben, obwohl ich das nie gedacht hätte. Dass ich dann auch noch Tennis spiele, ist unglaublich. So lange meine Frau das mitmacht, mache ich auch gerne weiter. Sie hat viel damit zu tun, dass es bei mir auf dem Platz so gut läuft.

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