München - Den Pokal für die Nummer 1 am Jahresende hat Novak Djokovic nach dem Sieg über Tomas Berdych schon, jetzt will der Serbe mehr.

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Den riesigen silbernen Pokal wollte Novak Djokovic gar nicht mehr loslassen.

"Das ist die Bestätigung und der Lohn für all die harte Arbeit der vergangenen zwölf Monate", sagte der Serbe und grinste glücklich in die Kameras: "Es ist eine unglaubliche Freude."

Lehrstunde für Berdych

Wenige Minuten zuvor hatte Djokovic dem Tschechen Tomas Berdych bei den ATP World Tour Finals in London eine Lehrstunde erteilt und seinen Status als Nummer eins der Tenniswelt in beeindruckender Manier untermauert.

Denn spätestens nach dem 6:2, 6:2 gegen den völlig überforderten Berdych ist klar: Der "Djoker" wird das Jahr bereits zum dritten Mal nach 2011 und 2012 als Weltranglistenerster beenden.

Die ersten Glückwünsche gab es dann auch von höchster Stelle. "Im Namen der ATP wollten wir Novak zu seiner phänomenalen Saison gratulieren", sagte ATP-Präsident Chris Kermode, ehe er Djokovic unter dem Jubel der Fans die Trophäe für den besten Spieler des Jahres überreichte.

Djokovic trifft auf Nishikori

Einen Anlass für eine ausgelassene Party sah der Schützling von Trainer Boris Becker deshalb trotzdem nicht.

"Vielleicht feiern wir ein bisschen, aber das Turnier ist noch lange nicht vorbei", sagte der 27 Jahre alte Djokovic und richtete seinen Blick bereits auf das Halbfinale gegen den US-Open-Finalisten Kei Nishikori: "Darauf werde ich werde mich jetzt intensiv vorbereiten."

Und auch wenn der direkte Vergleich mit dem Japaner ausgeglichen ist (2:2), so geht der dreimalige Sieger der Tour Finals doch als haushoher Favorit in das anstehende Duell am Samstag.

Federer und Djokovic als übermächtige Gegner

Schließlich hat Djokovic in seinen bisherigen drei Matches in Gruppe A nur neun Spiele abgegeben - und seine Konkurrenten Berdych, Marin Cilic und Stan Wawrinka an die Wand gespielt.

Ähnlich dominant trat bislang nur Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer auf, der die Gruppe B spielend beherrschte und im Halbfinale nun auf seinen Landsmann Stan Wawrinka trifft.

"Ich bewege mich offensiv und defensiv sehr stark und vielleicht stimmt aus diesem Grund sogar, dass ich das beste Tennis meiner Karriere spiele", sagte der Schweizer im Interview mit SPORT1.

Hoffen auf das Traumfinale

Kein Wunder also, dass viele bereits auf ein mögliches Traumfinale zwischen dem serbischen Branchenprimus und Federer schielen. "Ich hoffe, dass wir sie im Endspiel sehen" sagte der ehemalige britische Tennisstar und heutige TV-Experte Tim Henman: "Das wäre das perfekte Ende."

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Auch für Djokovic wäre es der perfekte Schlusspunkt in einem ereignisreichen Jahr: Im Juli sicherte er sich auf dem heiligen Rasen in Wimbledon seinen siebten Grand-Slam-Titel und kehrte damit auch an die Spitze der Weltrangliste zurück.

Wenig später stand die Hochzeit mit seiner Jugendliebe Jelena Ristic an, am 22. Oktober kam schließlich Söhnchen Stefan zur Welt. "Ich habe geheiratet, bin Vater geworden. Das ist für mich das Schönste und Kostbarste in meinem Leben", sagte der Serbe und grinste: "Ich könnte kaum glücklicher sein."

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