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Klaus Hofsäss führte Deutschland 1987 und 1992 zum Titel

Der ehemalige Fed-Cup-Coach Klaus Hofsäss traut der deutschen Mannschaft im Finale am Samstag und Sonntag gegen Gastgeber Tschechien in Prag den ganz großen Wurf zu.

"Ich tippe, dass wir den Titel gewinnen. Die Zeit ist reif, es passt gerade alles zusammen, und es wäre sehr wichtig für das deutsche Tennis", sagte Hofsäss.

Der 65-Jährige hatte die DTB-Auswahl als Cheftrainer 1987 und 1992 zu ihren bislang einzigen beiden Titeln geführt.

Der Besitzer des Tennis-Zentrums Marbella College Hofsäss (MCH) weiß aus eigener Erfahrung, welch enormen Stellenwert ein Mannschaftserfolg haben könnte. "So ein Titel hätte für die Spielerinnen eine sehr hohe Bedeutung. Er ist mehr wert als ein Turniersieg - abgesehen von den Grand Slams", meinte Hofsäss.

Vor 22 Jahren hatte seine Mannschaft in Frankfurt den Favoriten Spanien mit 2:1 besiegt.

Die damals 17-jährige Anke Huber hatte zum Auftakt des Finales überraschend Conchita Martinez bezwungen, ehe Steffi Graf gegen Arantxa Sanchez Vicario den Triumph perfekt machte.

1987 hatte Graf im Doppel zusammen mit Claudia Kohde-Kilsch den entscheidenden zweiten Punkt im Endspiel gegen die USA mit Chris Evert und Pam Shriver in Vancouver/Kanada geholt.

Im deutschen Team sind Angelique Kerber (Nr. 10) und die frischgebackene Sofia-Gewinnerin Andrea Petkovic (Nr. 14) für die Einzel gesetzt.

Beide haben in der laufenden Fed-Cup-Saison noch kein Einzel verloren. Sabine Lisicki (Nr. 27) und Julia Görges (Nr. 75) ergänzen das Aufgebot.

Für den siebenmaligen Fed-Cup-Sieger Tschechien, der den Titel zuletzt 2011 und 2012 gewann, sind neben der zweimaligen Wimbledonsiegerin Petra Kvitova noch Lucie Safarova (Nr. 17), Karolina Pliskova (Nr. 24) und Lucia Hradecka (Nr. 157) nominiert.

Im direkten Vergleich führen die Gastgeberinnen des Wochenendes mit 6:1.

Der letzte deutsche Erfolg gegen Tschechien datiert von 1987 (2:1 in Vancouver).

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