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Roger Federer zieht gegen Gael Monfils klar den Kürzeren

Der Franzose Gael Monfils hat Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer entzaubert und den Gastgebern im Davis-Cup-Finale gegen die Schweiz den 1:1-Ausgleich beschert.

In Lille bezwang der Weltranglisten-19. Monfils im zweiten Einzel des Tages den favorisierten Federer überraschend glatt mit 6:1, 6:4, 6:3.

Nach nur 1:46 Stunden verwandelte Lokalmatador Monfils vor einer Rekordkulisse von 27.432 Zuschauern seinen ersten Matchball und hielt den Traum der Franzosen vom zehnten Titelgewinn seit 1927 am Leben.

Zuvor hatte Melbourne-Sieger Stan Wawrinka die Gäste aus der Schweiz durch ein überzeugendes 6:1, 3:6, 6:3, 6:2 gegen die französische Nummer eins Jo-Wilfried Tsonga in Führung gebracht.

Auf dem langsamen Sandplatz im Stade Pierre Mauroy fand der Weltranglistenzweite Federer selten ein Mittel gegen den stark servierenden Monfils, der sich mit seinem neunten Ass den ersten Satz nach einer guten halben Stunde holte.

Der in den vergangenen Tagen an einer Rückenverletzung laborierende Federer konnte nur selten die Initiative übernehmen und wirkte nicht vollkommen fit.

Monfils (44 direkte Gewinnschläge) indes zeigte sich nervenstark und schaffte auch in den Sätzen zwei und drei frühe Breaks gegen den 33-jährigen Federer, dem der Davis-Cup-Triumph noch in seiner illustren Erfolgssammlung fehlt.

Während die Franzosen im prestigeträchtigsten Mannschafts-Wettbewerb nach ihrem ersten Titel seit 2001 greifen, haben die Schweizer die "hässlichste Salatschüssel der Welt" noch nie gewinnen können. Ihr einziges Endspiel hatten sie 1992 gegen die USA verloren (1:3).

Laut Auslosung treffen am Samstag Julien Benneteau und Richard Gasquet auf Marco Chiudinelli und Michael Lammer. Beide Trainer haben allerdings die Möglichkeit, kurzfristig umzustellen.

Am Sonntag sind die Partien Federer gegen Tsonga und Wawrinka gegen Monfils angesetzt.

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