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"Ich glaube, wir gewinnen 4:1. Weil wir Selbstvertrauen haben  und fitter sind, Außerdem haben wir in Manuel Neuer den besten  Torhüter der Welt. Und Mats Hummels wird den Messi ruhigstellen." - Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner
Barbara Rittner ist seit 2005 Kapitänin des Fed-Cup-Teams © getty

Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner hat vor einer gesteigerten Erwartungshaltung an ihr Fed-Cup-Team gewarnt.

"Die Mädels sind alle sehr sensibel und keine Maschinen, und an zu hohem Druck kann man auch schnell mal ersticken. Ich finde es gefährlich, dass einige schon jetzt vom nächsten Finale reden", sagte die 41-Jährige dem "Hamburger Abendblatt".

Im vergangenen Jahr sei man für die Halbfinal-Teilnahme schon "groß gefeiert" worden: "In diesem Jahr wirkt es so, als sei das Halbfinale Pflicht für uns."

2014 hatte Deutschland erstmals seit 1992 das Fed-Cup-Finale erreicht, in Prag unterlagen Angelique Kerber (Kiel), Andrea Petkovic (Darmstadt), Sabine Lisicki (Berlin) und Julia Görges (Bad Oldesloe) Gastgeber Tschechien jedoch mit 1:3.

"Der Schlüssel war, dass uns Erfahrung gefehlt hat, mit solchen Finalspielen umzugehen", sagte Rittner.

Die Bundestrainerin, deren Vertrag mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) zum Jahresende ausläuft, kündigte zudem zeitnahe Verhandlungen über ihre persönliche Zukunft an: "Wir werden bald Gespräche führen. Man vertraut meiner Arbeit und lässt mich machen."

Zwar habe sie zuletzt zwei Anfragen aus dem Ausland erhalten, "aber der Gedanke, im Fed Cup gegen meine Mädels zu coachen, der ist absurd".

Mit der bisherigen Arbeit des neuen DTB-Präsidenten Ulrich Klaus ist Rittner durchaus zufrieden: "Bislang bin ich sehr positiv überrascht. Die Zeit des ständigen Gegeneinanders im Bundesausschuss scheint endlich vorbei zu sein. Herr Klaus und sein Team sind für drei Jahre gewählt worden und haben eine faire Chance verdient."

Dennoch plädiert Rittner nach wie vor für den früheren Wimbledonsieger Michael Stich: "Ich bin weiterhin der Meinung, dass man einen Mann wie Michael Stich in die Verbandsarbeit einbinden muss. Ich stehe in gutem Kontakt mit ihm und verfolge, was er tut."

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