vergrößernverkleinern
Ulrich Klaus übernahm Mitte November das Amt des DTB-Präsidenten
Ulrich Klaus übernahm Mitte November das Amt des DTB-Präsidenten © imago

Für den neuen Präsidenten Ulrich Klaus sind die sportlichen Machtverhältnisse im Deutschen Tennis Bund (DTB) derzeit klar verteilt. "Im Moment sind die Frauen sicherlich das ganz starke Geschlecht bei uns", sagte der 64-Jährige "dem SID".

Bei den am kommenden Montag in Melbourne beginnenden Australian Open (bis 1. Februar) traut Klaus den deutschen Spielerinnen einiges zu - in naher Zukunft sogar einen Grand-Slam-Triumph.

"Besonders einer Angelique Kerber und einer Andrea Petkovic. Aber auch einer Sabine Lisicki, die es in Wimbledon schon einmal fast geschafft hat", meinte der ehemalige Boss des rheinland-pfälzischen Tennis-Verbandes, der im November Karl Altenburg als DTB-Boss abgelöst hatte.

Nachholbedarf sieht Klaus bei den Männern und Junioren. "Es wird sicherlich drei, vier Jahre dauern, bis wir im Herrenbereich so weit wie bei den Damen sind", sagte er.

Auf der To-do-Liste von Klaus steht zudem die Verlängerung des am Jahresende auslaufenden Vertrages mit Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner. "Ich habe mit Barbara gesprochen. Ich denke, der Wunsch nach einer weiteren Zusammenarbeit ist auf beiden Seiten vorhanden", meinte Klaus.

Auch ein Gespräch mit Michael Stich soll es geben. Der Wimbledonsieger von 1991 war im November 2014 nach langem Hin und Her nicht zur Präsidenten-Wahl in Berlin angetreten.

"Ich werde sicherlich mit ihm sprechen. Er hat natürlich einen bekannten Namen, eine Einbindung im Marketingbereich wäre möglich", sagte Klaus. Allerdings müsse auch geprüft werden, "wie groß seine Bereitschaft überhaupt ist, sich einzubringen".

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel