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Angelique Kerber
Angelique Kerber (r.) könnte nach den US Open Serena Williams (l.) als Weltranglistenerste ablösen © Getty Images

Angelique Kerber verpasst in Cincinnati den Sprung auf Platz eins denkbar knapp. Bei den US Open stehen ihre Chancen aber noch besser. SPORT1 schildert mögliche Szenarien.

Nur noch 190 Punkte Rückstand hat Deutschlands Spitzenspielerin Angelique Kerber in der am Montag veröffentlichten Tennisweltrangliste auf die Weltranglistenerste Serena Williams.

Kerber, die beim WTA-Turnier in Cincinnati im Finale verloren hatte, hat 6860 Punkte auf dem Konto, Williams 7050. Mit einem Turniersieg in Cincinnati wäre Kerber als zweite Deutsche nach Steffi Graf an die Spitze der Weltrangliste gesprungen.

Zur Wachablösung kann es nun bei den US Open (29. August bis 11. September) kommen. Williams hat dort als Halbfinalistin des Vorjahres deutlich mehr Punkte zu verlieren als Kerber, die 2015 in der dritten Runde gescheitert war.

Kerber hat Vorteil auf ihrer Seite

Zieht man die Punkte der letztjährigen US Open heran, liegt Kerber mit 6730 Punkten fast 500 Punkte vor Serena Williams (6270 Punkte). 

Dies hat zur Folge, dass Angelique Kerber die US-Amerikanerin automatisch überholen würde, falls diese nicht das Halbfinale erreicht. Sollte Kerber mindestens ins Viertelfinale kommen, braucht Williams sogar einen Finaleinzug. 

Allerdings hat Williams weiterhin alles in eigener Hand. Gewinnt sie den Titel, würde Kerber selbst ein Finaleinzug nicht reichen, um neue Nummer eins zu werden.

Es gibt aber noch zwei weitere Spielerinnen, die sich zumindest theoretische Hoffnung auf Platz eins machen dürfen: Denn sollten sowohl Kerber als auch Williams früh scheitern, könnte die Spanierin Garbine Muguruza Rang eins übernehmen, falls sie mindestens das Finale der US Open erreicht. Die Polin Agnieszka Radwanska müsste die US Open bei selbigen Voraussetzungen sogar gewinnen.

Lisicki fällt weit zurück

Neben Kerber ist keine weitere Deutsche in den Top 20 vertreten. Aktuell ist Laura Siegemund als 28. die deutsche Nummer zwei.

Annika Beck (42.), Andrea Petkovic (44.) und Anna-Lena Friedsam (46.) liegen unter den besten 50 Spielerinnen, die ehemalige Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki belegt nur noch den 85. Rang.

Kohlschreiber überholt Zverev

Bei den Männern verbesserte sich Marin Cilic (Kroatien) nach seinem Turniersieg in Cincinnati von Platz 14 auf neun.

Philipp Kohlschreiber ist als 27. bester Deutscher vor Hoffnungsträger Alexander Zverev (29.)

An der Spitze thront weiterhin souverän der Serbe Novak Djokovic vor Olympiasieger Andy Murray aus Großbritannien.

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