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TENNIS-OLY-2016-RIO
Angelique Kerber muss länger als gewollt auf ihr Viertelfinale warten © Getty Images

Angelique Kerber muss weiter auf ihr Viertelfinale bei den Olympischen Spielen warten. Die Australian-Open-Siegerin vertreibt sich die Zeit auf altmodische Weise.

Geduldsproben für Medaillenhoffnung Angelique Kerber und Laura Siegemund: Wegen Regens wurden die Viertelfinals der beiden deutschen Tennisprofis bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro um einen Tag auf Donnerstag verschoben.

Der komplette Spieltag fiel ins Wasser, nachdem der Weltverband ITF vergeblich auf die für Mittwochabend Ortszeit vorhergesagte Wetterbesserung gewartet hatte.

Das deutsche Team um Australian-Open-Siegerin Kerber vertrieb sich in den Katakomben der Arena die Zeit mit dem Spiel "Stadt, Land, Fluss". Unverrichteter Dinge ging es nach dem "Washout" zurück ins Olympische Dorf.

Zunächst war nur das Match der Weltranglistenzweiten Kerber gegen die Britin Johanna Konta (Nr. 10) abgesagt worden. Nach dem überraschenden Achtelfinal-Aus von Branchenführerin Serena Williams (USA/Nr. 1) gegen Petkovic-Bezwingerin Jelina Switolina aus der Ukraine ist die Kielerin die Goldfavoritin.

Auch Siegemund muss warten

Rund 90 Minuten nach Kerbers Spiel wurde dann auch die Partie von Siegemund gegen Monica Puig aus Puerto Rico um einen Tag verschoben. Insgesamt hätten am fünften Wettbewerbstag 24 Begegnungen auf der für rund 50 Millionen Euro neu errichteten Anlage im Park von Barra da Tijuca stattfinden sollen.

Zuletzt hatten 1992 in Barcelona zwei Profis des Deutschen Tennis Bundes (DTB) im olympischen Viertelfinale (Steffi Graf und Anke Huber) gestanden. Zwei Deutsche im Einzel-Halbfinale hat es bei Sommerspielen noch nie gegeben.

Wetterkapriolen hatten bereits bei den vergangenen beiden Grand-Slam-Turnieren zu einem Terminchaos geführt. Bei den French Open im Frühling hatte es am zweiten Turniermontag den ersten "Washout" in Paris seit 16 Jahren gegeben. Nur an vier der ersten zehn Tage von Roland Garros 2016 war kein Regen gefallen.

In Wimbledon musste wenige Wochen später wegen der Witterung erst zum vierten Mal in der Turnier-Geschichte der traditionell spielfreie Sonntag ("Middle Sunday") geopfert werden.

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