vergrößernverkleinern
Rafael Nadal (r., mit Novak Djokovic) will Anfang 2015 sein Comeback feiern

Der 14-malige Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal bezweifelt, dass sein Rivale Novak Djokovic nach der Geburt seines Sohnes Stefan Ende Oktober den Fokus auf dem Court verlieren könnte.

"Ich denke nicht, dass Kinder diesbezüglich etwas verändern, denn es sind Profis, die da spielen. Sie lieben Tennis. Und sie haben die Möglichkeit, Tennis zu spielen und die Familie mitzunehmen", sagte der Weltranglistendritte Nadal im SID-Interview.

Als Außenseiter fühlt sich der unverheiratete und kinderlose Spanier gegenüber Branchenführer Djokovic (Serbien) und Vierfach-Papa Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) keineswegs.

"Ich bin nicht eifersüchtig, ich bin happy für die Beiden und ihre Familien, die sie gegründet haben. Ich habe Novak gratuliert, das war sehr schön", sagte der 28-jährige Spanier.

Nach seiner Blinddarm-Operation vor zwei Wochen und dem Startverzicht beim ATP-Finale in London plant Nadal, bald wieder auf den Court zurückzukehren.

"Ich brauche noch ein paar Tage zum Erholen. Aber ich möchte Ende November, Anfang Dezember wieder mit dem Training beginnen. Anfang des Jahres will ich in Abu Dhabi spielen, danach in Doha", meinte der Linkshänder, bei dem eine Stammzellen-Behandlung offenbar auch die latenten Rückenprobleme beseitigt hat.

Nadal: "Mein Rücken ist okay. Bei den alltäglichen Dingen im normalen Leben spüre ich nichts, und das ist das Wichtigste."

Der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfene "Rafa", der in diesem Sommer wegen einer Handgelenk-Blessur drei Monate pausieren musste, hält sich mit Zielsetzungen für 2015 zurück.

Wichtiger als sein zehnter Titel bei den French Open sei es, "im Dezember gut trainieren zu können." Als erstes Highlight der neuen Saison stehen ab 19. Januar die Australian Open in Melbourne an, die Nadal bislang nur einmal gewonnen hat (2009).

Der Linkshänder glaubt allerdings, dass die nächste Generation um US-Open-Finalist Kei Nishikori (Japan) den "Fab Four" (Djokovic, Federer, Andy Murray und Nadal) bereits im Nacken sitzt.

"Sie verbessern sich stetig weiter. Unsere Generation ist schon top und wird eher schlechter", erklärte Nadal: "Das ist der Lauf der Dinge. Der Anspruch der Jungen muss es sein, so viele Titel zu gewinnen wie wir."

Hier gibt es alles zum Tennis

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel