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München - Rafael Nadal spricht nach seinem Aus in Miami (täglich LIVE bei SPORT1+) offen wie nie über seine Formkrise. Der 14-malige Grand-Slam-Champion hat seine Nerven nicht im Griff.

Nach seiner überraschenden Drittrundenniederlage in Miami (täglich LIVE auf SPORT1+) hat der Weltranglisten-Zweite Rafael Nadal Ängste und Zweifel als Gründe für seine aktuelle Formkrise angegeben.

"Vor sechs Wochen hatte ich das Spiel noch nicht, das ist in der Zwischenzeit deutlich besser geworden. Ich bin einfach in vielen Momenten zu nervös, zu angespannt. In 90, 95 Prozent aller Spiele meiner Karriere war ich immer in der Lage, meine Nerven zu kontrollieren", sagte der Spanier auf der Pressekonferenz nach der Niederlage gegen Fernando Verdasco.

Fitness kein Problem mehr

Seine vielen Verletzungsprobleme und die Blinddarm-Operation im Herbst spielen laut Nadal dabei keine Rolle mehr: "Die körperlichen Probleme sind Vergangenheit. Das ist keine Entschuldigung. Mein Spiel hat sich in den letzten eineinhalb Monaten verbessert. Aber gleichzeitig zeige ich in vielen wichtigen Momenten noch zu viele Nerven".

Der 14-malige Grand-Slam-Champion gestand bereits in seiner Autobiografie "Rafa: Mein Weg an die Spitze", dass ihn oft Ängste plagen. So mag Nadal unter anderem die Dunkelheit nicht, weshalb er lieber bei Licht und laufendem Fernseher schläft, und fürchtet sich vor Gewittern.

"So nervös, dass ich mir nichts zutraue"

Nadal, der in dieser Saison bisher nur das Turnier in Buenos Aires gewann, ist nicht sicher, wie viel Zeit er benötigt, um das Problem zu lösen.

"Ich bin so nervös im Spiel, dass ich mir nichts zutraue und nichts funktioniert, weil ich mir nichts zutraue, werde ich noch nervöser, und ich habe im Moment keine Ahnung, wie lange das so weitergehen wird. Aber ich werde das hinkriegen, egal ob in einer Woche, sechs Monaten oder einem Jahr", sagte Nadal.

Nadal setzt auf die Sandplatzsaison

Nadal hofft nun auf seine bevorzugte Sandplatzsaison mit den French Open, die er bereits neun Mal gewinnen konnte.

"Die bevorstehenden Turniere sind historisch gut für mein Spiel und gut für mein Selbstvertrauen. Aber wenn ich all diese Gefühle nicht kontrollieren kann, werde ich nicht die Möglichkeit haben, gute Leistung zu zeigen und Erfolg bei diesen Turnieren haben", sagte der Mallorquiner.

Durch das Aus in Miami fällt Nadal in der Weltrangliste mindestens auf Platz vier zurück.

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