Olympiasieger Andy Murray hat die Dominanz des Sandplatzkönigs Rafael Nadal in Madrid durchbrochen und sich erstmals einen Masters-Titel auf der roten Asche gesichert.

Der Brite gewann das Finale in der "Caja Magica" nach nur 1:28 Stunden 6:3, 6:2 und baute seine Serie auf neun Siege aus. Am Montag hatte Murray beim ATP-Turnier in München erstmals auf Sand triumphiert.

Lob für den Gegner

"Gegen Rafa in Spanien zu spielen, ist hart, auf Sand ist es die größte Herausforderung, die es gibt", sagte Murray, nachdem er die Trophäe aus den Händen der spanischen Königin Sophia erhalten hatte.

Nadal lobte seinen Kontrahenten gewohnt fair: "Du hast heute viel besser gespielt als ich und verdienst diesen Sieg."

Nadal verpasste dagegen seinen dritten Sieg in Madrid nacheinander, der Spanier verlor gegen Murray im siebten Duell auf Sand zum ersten Mal.

Nadal rutscht ab

Zwei Wochen vor Beginn der French Open in Paris (ab 24. Mai) ist der zehnmalige Titelträger weiter auf der Suche nach seiner Bestform. Bislang hat Nadal in diesem Jahr nur das Turnier in Buenos Aires gewonnen - zu wenig für die eigenen Ansprüche.

Durch die Niederlage rutschte der 28-Jährige zudem erstmals seit 2005 aus den Top Fünf der Weltrangliste.

Ab Montag wird Nadal nur noch auf Platz sieben der Weltrangliste geführt, derart niedrig stand der Linkshänder seit zehn Jahren nicht mehr.

Für Murray, der in der zweiten Runde Philipp Kohlschreiber (Augsburg) ausgeschaltet hatte, war es der zehnte Masters-Triumph und der 33. Turniersieg überhaupt.

Kvitova gewinnt Frauenturnier

Allerdings fehlte in der spanischen Hauptstadt der Weltranglistenerste Novak Djokovic (Serbien).

Der Schützling der deutschen Tennis-Ikone Boris Becker gönnte sich nach seinen Masters-Siegen in Indian Wells, Miami und Monte Carlo eine Pause, seine Generalprobe für Roland Garros findet in der kommenden Woche in Rom statt. Dort sind auch Murray und Nadal am Start.

Die Frauen-Konkurrenz in Madrid hatte am Samstag Wimbledonsiegerin Petra Kvitova zum zweiten Mal nach 2011 gewonnen. Die Tschechin deklassierte im Endspiel Swetlana Kusnezowa (Russland) mit 6:1, 6:2. Im Halbfinale hatte Kvitova der topgesetzten Serena Williams (USA) die erste Niederlage im Jahr 2015 zugefügt.

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