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Rafael Nadal gewann sein Auftaktmatch in Hamburg
Rafael Nadal gewann sein Auftaktmatch in Hamburg © Getty Images

Bei seinem Comeback in Hamburg kommt Rafael Nadal erst spät ins Rollen. Philipp Kohlschreiber und Alexander Zverev scheiden nach Dreisatzniederlagen aus.

Gegen den Angstgegner fast verloren und kaum an Selbstvertrauen gewonnen.

Der einstige Weltranglisten-Erste Rafael Nadal hat auch am Hamburger Rothenbaum nur ansatzweise aus seiner sportlichen Krise herausgefunden.

26 Tage nach seiner Wimbledon-Niederlage gegen Dustin Brown aus Winsen quälte sich der Spanier zu einem mühsamen 3:6, 6:1 und 6:1-Auftaktsieg gegen seinen Landsmann Fernando Verdasco.

Nadal sichtlich erleichtert

"Das war ein richtig harter Start für mich. Fernando ist ein phantastischer Spieler, der mir viele Probleme bereitet hat", sagte Nadal, der nach der engen Partie sichtlich erleichtert war: "Ich brauche jetzt vor allem Siege."

Nach einer besonders im ersten Satz enttäuschenden Leistung Nadals sah Verdasco vor rund 5000 Zuschauern phasenweise wie der Sieger aus. Es wäre der dritte Erfolg des 31-Jährigen, der noch nie ein ATP-Turnier gewann, hintereinander gegen den Sandplatzkönig gewesen

Bei herbstlicher Witterung leitete ein hartumkämpftes Aufschlagspiel Nadals zu Beginn des zweiten Satzes langsam die Wende ein. Zwölf Minuten dauerte es, dann hatte sich der 29-Jährige durchgesetzt, danach lief es besser und besser für den Favoriten. Das Ergebnis las sich aber weitaus klarer als der Spielverlauf war.  

Kohlschreiber verliert den Faden

Als sich zuvor das schützende Regendach langsam über den Rothenbaum gelegt hatte, verlor Philipp Kohlschreiber erst den Faden und im Handumdrehen auch den dritten Satz.

"Plötzlich war ich chancenlos, aber das hatte mit dem Dach wohl nichts zu tun", sagte Deutschlands bester Tennisspieler nach seiner 3:6, 6:3, 1: 6-Niederlage gegen den Franzosen Benoit Paire in Hamburg.

Erstmals seit sieben Jahren musste der Augsburger beim ATP-Turnier in der Hansestadt schon nach der ersten Runde die Segel streichen. Nach 93 wechselhaften Minuten feierte eine kleine Handvoll französischer Fans den überzeugend ausgespielten Erfolg ihres Landsmanns.

Kohlschreiber ehrlich: "Mein Gegner hat eine gute Partie gespielt, ich nicht mein bestes Tennis. Das macht dann schon diesen Unterschied aus."

Auch Zverev raus

Im Achtelfinale trifft Paire auf seinen Endspielgegner von Bastad, Tommy Robredo. Der Spanier besiegte Lokalmatador Alexander Zverev, der beim 7:6 (7:3), 4:6 und 2:6 lange mithalten konnte.

Einziger deutscher Tennisprofi im Achtelfinale ist Florian Mayer. Der Bayreuther setzte sich gegen den spanischen Qualifikanten Albert Monates mit 4:6, 6:2, 6:2 durch und trifft in der Runde der letzten 16 auf Andreas Seppi aus Italien, der den Slowaken Martin Klizan mit 6:2, 6:4 ausschaltete.

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