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Andy Murray fühlt sich bei den ATP-Finals in seiner Sicht beeinträchtigt - und greift beim Fast-Aus selbst zur Schere. Rafael Nadal ist im Halbfinale, Wawrinka siegt.

Der Spanier Rafael Nadal hat beim ATP-Saisonfinale der acht weltbesten Tennisprofis in London als zweiter Spieler nach Roger Federer (Schweiz) das Halbfinale erreicht.  (täglich LIVE im TV auf SPORT1+ und in den LIVESCORES)

Rafael Nadal
Rafael Nadal ist beim ATP-Saisonfinale klar auf Halbfinalkurs © Getty Images

Der Linkshänder gewann auch sein zweites Vorrundenspiel in der Gruppe Ilie Nastase problemlos mit 6:4, 6:1 gegen den Weltranglistenzweiten Andy Murray.

Anschließend profitierte Nadal vom 7:5, 6:2-Sieg des Schweizers Stan Wawrinka gegen Nadals Landsmann David Ferrer.

Duell zwischen Wawrinka und Murray

Zum Auftakt hatte Nadal sich ebenfalls souverän mit 6:3, 6:2 gegen French-Open-Sieger Wawrinka durchgesetzt, Murray war gegen Ferrer mit 6:4, 6:4 erfolgreich geblieben.

Wawrinka und Murray ermitteln am Freitag nun im direkten Duell den zweiten Halbfinalisten der Gruppe Ilie Nastase.

In der Gruppe Stan Smith fällt die Entscheidung am Donnerstag zwischen dem Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) und dem Japaner Kei Nishikori.

Immerhin sorgte Murray bei seiner Pleite gegen Nadal für eine höchst kuriose Szene.

Irre Szene: Murray schneidet sich Haare

Im ersten Satz in der Pause beim Stand von 2:1 fühlte sich der Brite offenbar durch eine Haarsträhne in seiner Sicht beeinträchtigt. Daher griff Murray in einer Spielunterbrechung selbst zur Schere.

Dem 28-Jährigen waren trotz seines Heimvorteils in London im Vorfeld des Turniers kaum Chancen auf den Titel eingeräumt worden, zwischenzeitlich hatte man sogar mit der Absage des Wimbledonsiegers von 2013 gerechnet.

Murray hatte in den vergangenen beiden Wochen intensiv auf Sand trainiert, um sich auf das Davis-Cup-Finale der Briten am letzten November-Wochenende in Belgien vorzubereiten.

Das ATP-Finale findet auf einem Hartplatz statt und bietet damit vollkommen andere Bedingungen als Sand.

Ferrer verschwendet seine Challenges

Ferrer wiederum mutierte bei seiner Niederlage gegen Wawrinka zum Pechvogel, weil er zu verschwenderisch mit seinen Challenges (drei pro Satz) umging.

Folge: Bei Wawrinkas Matchball stand dem Spanier ein weiterer Zugriff auf das Hawk-Eye nicht mehr zur Verfügung - weshalb sich der Punkt seines Kontrahenten nicht mehr infrage stellen ließ.  

Bei einer weiteren Challenge wäre der Ballwechsel zu Ferrers Gunsten ausgegangen.  

  

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