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Florian Mayer konnte bislang keines von fünf Duellen gegen Novak Djokovic gewinnen
Florian Mayer konnte bislang keines von fünf Duellen gegen Novak Djokovic gewinnen © Getty Images

Ismaning - Beim ATP-Finale (LIVE im TV auf SPORT1+) setzt Florian Mayer auf Beckers Schützling, hofft aber auf einen anderen Sieger. Bei SPORT1 spricht er auch über sein Comeback.

Mitten in seiner Reha mischt Florian Mayer beim Saisonfinale der besten acht Tennisprofis mit. Beim ATP-Finale in London (täglich live im TV auf SPORT1+) ist die ehemalige Nummer 18 der Welt als Co-Kommentator im Einsatz.

Und legt sich, was den Turniersieg angeht, während eines Redaktionsbesuch bei SPORT1 am Freitag klar fest: "Mein Tipp ist nach wie vor Novak Djokovic", sagt Mayer - obwohl der Serbe sein Gruppenspiel gegen Roger Federer verlor.

Zwar hoffe er auf einen Finaltriumph des Schweizers, doch in einem Endspiel werde Djokovic noch konzentrierter spielen und im Falle eines erneuten Duells Revanche nehmen.

"Becker hat Djokovic weitergebracht"

"In diesem Jahr ist Djokovic ganz klar der beste Spieler, hat erst sechs Spiele verloren. Um ihn zu schlagen, muss man einen Toptag haben", meint der Bayreuther.

Florian Mayer besuchte am Freitag die Redaktion von SPORT1 in Ismaning
Florian Mayer (l.) besuchte am Freitag die Redaktion von SPORT1 in Ismaning © SPORT1

Die Handschrift von Boris Becker, seit Dezember 2013 Trainer des Weltranglistenersten, erkennt Mayer zwar nicht deutlich. "Aber er ist sicher noch mal ein Puzzelstück, dass Djokovic weitergebracht hat."

Beeindruckt ist er auch von Rafael Nadal, der zum Ende seines Seuchenjahres wieder auftrumpft und sich in London bereits vorzeitig fürs Halbfinale qualifizierte. "Das ist vergleichbar mit Federer, der vor zwei Jahren auch eine kleine Krise hatte", sagt Mayer. "Jetzt ist Nadal wieder im Kommen. Ob er noch mal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen kann ist fraglich, aber in Paris auf Sand zählt er sicherlich zu den Titelkandidaten."

Comeback erst im Frühjahr 

Er selbst schuftet rund einen Monat, nachdem er sich einen Adduktoren-Sehnenriss zuzog, an seinem Comeback, hat sich aber kein festes Datum dafür gesetzt. "Die Australian Open kommen wahrscheinlich zu früh, ich gehe eher vom Frühjahr aus."

Momentan ist nur Radfahren und lockeres Jogging drin. "Es ist ein langer Prozess, bis ich wieder auf dem Platz stehen kann."

Nach dem Abrutschen auf Platz 218 des Rankings sei es sein Ziel, Ende des nächsten Jahres wieder unter  den Top 100 zu sein. Aufgrund des Protected Rankings wegen seiner einjährigen Pause bis zum April 2015 kann er noch fünf höherwertige Turniere spielen, ansonsten muss er sich auf kleineren Schauplätzen wieder hochkämpfen.

Erfahrung zahlt sich aus

In Deutschland will Mayer "auf jeden Fall in Halle und Hamburg", eventuell auch in München und Stuttgart antreten. Im Vordergrund steht dabei: "Spaß haben und noch mal ein Jahr verletzungsfrei spielen".

Mit dann 32 "bin ich schon ein altes Eisen", lacht Mayer. Doch das müsse kein Nachteil sein, schließlich werde "der Altersdurchschnitt auf der Tour immer höher. Die Erfahrung spielt dann für einen."

Unter den deutschen Profis sieht er trotz des Aufstiegs von Alexander Zverev derzeit keinen gleichwertigen Konkurrenten für Philipp Kohlschreiber. Der Kitzbühel-Sieger, derzeit Nummer 34 der Welt, werde auch Ende 2016 der höchstplatzierte Deutsche im Ranking sein.

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