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Andy Murray gewann sein Auftaktmatch gegen Alexander Zverev
Andy Murray gewann sein Auftaktmatch gegen Alexander Zverev © Getty Images

Andy Murray wünscht sich von der Spielerorganisation ATP mehr Transparenz im Kampf gegen Spielmanipulation. Die Spieler hätten ein Recht darauf, aufgeklärt zu werden.

Andy Murray fordert im Kampf gegen Spielmanipulation auf der Profitour mehr Transparenz von der Spielerorganisation ATP.

"Wenn es Korruption in deiner Sportart gibt, willst du davon hören", sagte der britische Weltranglistenzweite nach seinem deutlichen Auftaktsieg (6:1, 6:2, 6:3) bei den Australian Open gegen den Hamburger Alexander Zverev. "Wir verdienen es, alles darüber zu wissen", meinte Murray.

Der Olympiasieger von 2012 kritisierte die ATP für ihre Informationspolitik. "Im Tennis sollte besser aufgeklärt werden, die Spieler sollten solche Dinge nicht aus den Medien erfahren", sagte Murray.

Zum Auftakt des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison in Melbourne hatten die BBC und BuzzFeed News Recherchen veröffentlicht, nach denen Top-Spieler - darunter auch Majorsieger - in Match-Manipulationen involviert gewesen sein sollen. Namen wurde allerdings nicht genannt.

Wie zuvor der serbische Weltranglistenerste Novak Djokovic kritisierte auch Murray die Turnierveranstalter für ihre Verträge mit Wettanbietern.

Das sei "ein wenig heuchlerisch", sagte der 28-Jährige: "Ich glaube, die Spieler dürfen nicht von Wettanbietern gesponsert werden, die Turniere aber schon. Das ist ein bisschen komisch." Djokovic nannte die Praxis "grenzwertig".

Bei den Australian Open dient ein Wettbüro (William Hill) als Geldgeber - übrigens das erste Mal bei einem Grand-Slam-Event. Turnier-Direktor Craig Tiley verteidigte allerdings den im Oktober 2015 getätigten Vertragsabschluss mit dem Wettanbieter.

"Sie können uns sogar dabei helfen, illegale Aktivitäten besser aufzuspüren", sagte Tiley. An den Banden der drei Tennis-Arenen im Melbourne Park prangt der Name des Unternehmens.

Beim traditionsreichen ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum war der Vertrag mit einem österreichischen Wettanbieter (bet-at-home) jüngst abgelaufen und nicht verlängert worden.

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