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Novak Djokovic ist bei den Australian Open an Position 1 gesetzt
Novak Djokovic ist bei den Australian Open an Position 1 gesetzt © Getty Images

Die Nummer 1 der Welt prangert an, dass Turniere mit Wettanbietern gemeinsame Sache machen - wie erstmals die Australian Open. Ihr Chef hält dies aber für nützlich.

Branchenführer Novak Djokovic hat im Zuge des angeblichen Manipulations-Skandals im Profitennis die vertragliche Zusammenarbeit von Turnieren mit Wettanbietern kritisiert.

"Darüber muss man sicher diskutieren - jetzt und in der Zukunft. Es ist ein schmaler Grat. Ich würde sagen, es ist grenzwertig", meinte Titelverteidiger Djokovic (28) bei den seit Montag laufenden Australian Open in Melbourne.

Beim "Happy Slam" dient ein Wettbüro (William Hill) als Geldgeber - übrigens das erste Mal bei einem Grand-Slam-Event. Turnier-Direktor Craig Tiley verteidigte allerdings den im Oktober 2015 getätigten Vertragsabschluss mit dem Wettanbieter.

"Sie können uns sogar dabei helfen, illegale Aktivitäten besser aufzuspüren", sagte Tiley. An den Banden der drei Tennis-Arenen im Melbourne Park prangt der Name des Unternehmens.

Beim traditionsreichen ATP-Turnier am Hamburger Rothenbaum war der Vertrag mit einem österreichischen Wettanbieter (bet-at-home) jüngst abgelaufen und nicht verlängert worden.

Nach Informationen der BBC und BuzzFeed News sollen in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 16 Spieler aus den Top 50 - darunter auch Grand-Slam-Sieger - in Match-Manipulationen involviert gewesen sein. Namen wurde allerdings nicht genannt.

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