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ITALY-TENNIS-ATP
Alexander Zverev muss sich im ersten ATP-Finale seiner Karriere geschlagen geben © Getty Images

Alexander Zverev geht trotz früher Führung in seinem ersten Finale die Luft aus. Nach einer medizinischen Auszeit hat er gegen Dominic Thiem im 3. Satz keine Chance mehr

Davis-Cup-Spieler Alexander Zverev hat das erste ATP-Finale seiner Karriere verloren. Der 19-Jährige aus Hamburg musste sich im Endspiel von Nizza dem topgesetzten Titelverteidiger Dominic Thiem (Österreich) mit 4:6, 6:3, 0:6 geschlagen geben.

Im entscheidenden Satz machte Zverev gerade mal fünf Punkte.

Nach 1:39 Stunden verwandelte der Weltranglisten-15. Thiem (22) seinen ersten Matchball und feierte in der französischen Hafenstadt seinen insgesamt sechsten Turniersieg - bereits den dritten in dieser Saison.

Thiem lobte seinen Gegner in den höchsten Tönen. "Sascha, du wirst deinen ersten Titel schon sehr bald gewinnen, davon bin ich überzeugt. Du bist ein toller Spieler", sagte Thiem, der in diesem Jahr schon 36 Matches gewonnen hat. Nur der serbische Branchenführer Novak Djokovic gewann noch öfter (37 Matches).

Auszeit nach Nasenbluten

Der 1,98 Meter große Zverev, Nummer 48 im Ranking, startete stark und führte schnell mit 3:1. Doch gleich seinen ersten Breakball nutzte der Österreicher und glich bei der mit 520.070 Euro dotierten Sandplatzveranstaltung zum 4:4 aus. Kurz darauf bekam Zverev Nasenbluten und musste beim Stand von 4:5 und 15:15 eine medizinische Auszeit nehmen.

Danach gab Zverev gleich die ersten drei Punkte ab und ermöglichte seinem guten Freund Thiem dabei mit seinem vierten Doppelfehler den Gewinn des ersten Satzes.

In der Folge agierte Zverev konstanter und sicherte sich den zweiten Durchgang. Im Anschluss riss aber der Faden: Gleich zwei Breaks in Folge kassierte der Hamburger und lag im entscheidenden Satz rasch mit 0:4 zurück.

Thiem ließ sich diese Chance nicht mehr entgehen und gönnte seinem Kumpel kein einziges Spiel mehr.

Zverev war in Nizza der zweite deutsche Finalist in der Geschichte des Turniers. 1993 hatte Marc-Kevin Goellner mit einem sensationellen Sieg im Endspiel gegen Ivan Lendl den Titel gewonnen.

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