vergrößernverkleinern
TENNIS-GBR-WIMBLEDON
Roger Federer steht zum 14. Mal im Viertelfinale von Wimbledon - Rekord © Getty Images

Roger Federer zieht ohne Satzverlust ins Viertelfinale von Wimbledon ein. Nebenbei stellt er gleich mehrere Rekorde ein. Auch Andy Murray gibt sich keine Blöße.

Roger Federer und Andy Murray, die nach dem überraschenden Aus des Titelverteidigers Novak Djokovic als heißeste Anwärter auf den Triumph im Rasenmekka Wimbledon gelten, haben souverän die Runde der besten Acht im All England Club erreicht.

Rekordchampion Federer (34) zog zum 14. Mal in seiner Karriere ins Viertelfinale von Wimbledon ein. Der siebenmalige Titelträger aus der Schweiz setzte sich gegen Steve Johnson (USA) 6:2, 6:3, 7:5 durch und bleibt damit im Turnierverlauf ohne Satzverlust.

Murray (29) ließ dem Australier Nick Kyrgios beim 7:5, 6:1, 6:4 kaum eine Chance und spielt nun gegen Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) um den Einzug ins Halbfinale.

Federer egalisierte mit seinem 306. Sieg bei einem der vier Grand-Slam-Turniere den Rekord von Martina Navratilova. Mit seinem 14. Viertelfinale im All England Club stellte Federer zudem Jimmy Connors' Bestmarke in der Ära des Profitennis (seit 1968) ein.

"Tolle Nachrichten" für Federer

"Das wird mich wahrscheinlich glücklich machen, wenn ich irgendwann einmal zurückblicke, wenn alles vorbei ist", sagte Federer: "Das sind tolle Nachrichten, aber nichts, was ich immer verfolgt habe. Ich wusste nicht einmal, dass es darum geht."

Für den Weltranglistendritten soll jedoch noch lange nicht Schluss sein. Nach dem unerwarteten Aus des Titelverteidigers Novak Djokovic (Serbien/Nr. 1) ist Federer in der oberen Hälfte des Tableaus Favorit auf den Finaleinzug.

In der Runde der besten Acht trifft er am Mittwoch auf den früheren US-Open-Champion Marin Cilic (Kroatien/Nr. 9), der beim Stand von 6:1, 5:1 von der Aufgabe des an Position fünf gesetzten Japaners Kei Nishikori profitierte.

Federer hat großen Respekt vor Cilic, gegen den er vor zwei Jahren im Halbfinale von New York verloren hatte. "Ich habe mit ihm trainiert, als ich in Wimbledon angekommen bin, er hat großartig gespielt. Aufschlag, boom, Vorhand, Rückhand, boom. Er spielt sehr aggressiv, er hat mich bei den US Open vom Platz geschossen. Ich weiß, was mich erwartet", sagte Federer.

Djokovic-Bezwinger steht im Viertelfinale

Im Viertelfinale steht auch Djokovic-Bezwinger Sam Querrey aus den USA, der damit bereits das beste Abschneiden seiner Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier perfekt machte.

Der 28-Jährige gewann gegen den Franzosen Nicolas Mahut 6:4, 7:6 (7:5), 6:4 und trifft nun auf Milos Raonic. Der an Position sechs gesetzte Kanadier gewann gegen David Goffin (Belgien/Nr. 11) nach 0:2-Satzrückstand 4:6, 3:6, 6:4, 6:4, 6:4.

Tschechen von Dunkelheit gestoppt

Im letzten Viertelfinale trifft Lukas Pouille aus Frankreich entweder auf Zverev-Bewzinger Tomas Berdych oder Jiri Vesely.

Das Match der beiden Tschechen musste am späten Montagabend wegen Dunkelheit abgebrochen werden, nachdem Vesely sich in einem umkämpften Tiebreak den vierten Durchgang holte und damit zum 2:2 nach Sätzen ausglich.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel