vergrößernverkleinern
Boris Becker war von 2013 bis 2016 Trainer von Novak Djokovic
Boris Becker war von 2013 bis 2016 Trainer von Novak Djokovic © Getty Images

Günther Bosch glaubt nicht unbedingt an eine Zusammenarbeit zwischen Boris Becker und dem DTB. Das mögliche Problem für Becker: Es gehe um Politik.

Günther Bosch steht einem etwaigen Engagement seines ehemaligen Schützlings Boris Becker beim Deutschen Tennis Bund (DTB) eher skeptisch gegenüber: "Da geht es um Politik, weil eben auch viele Landesfürsten mitmischen. Ob das das Richtige für Boris ist, weiß ich nicht...", sagte Bosch am Dienstag.

Der dreimalige Wimbledonsieger Becker und der DTB hatten jüngst ihre Bereitschaft für eine neuerliche Zusammenarbeit signalisiert. 

Am Mittwoch feiert der frühere rumänische Davis-Cup-Spieler Bosch seinen 80. Geburtstag. Im "engsten Kreis" und mit "kleinen Häppchen", wie er erzählte. Ob Becker (49) anruft, der Mann, der das Leben des passionierten Trainers Bosch so nachhaltig geprägt hat, weiß der Wahl-Berliner nicht.

"Wenn sich Boris meldet, umso schöner. Wenn nicht, ist es auch okay", meinte Bosch und schob hinterher: "Ich weiß, was ich für seinen Erfolg geleistet habe. Darauf bin ich stolz."

Man spürt noch heute: Die Trennung, knapp zwei Jahre nach Beckers erstem Wimbledoncoup im Juli 1985, hat ihre Spuren hinterlassen. Anerkennung zollte Bosch dem "ewig 17-jährigen Leimener" für dessen Arbeit als TV-Kommentator bei den Australian Open: "Das war ein Genuss. Es war etwas Außergewöhnliches und hat höchstes Lob verdient", äußerte Bosch.

Mit Prognosen zur Zukunft der großen Nachwuchshoffnung Alexander Zverev (19) hält sich Bosch indes bewusst zurück. "Von der Grundlinie ist er einer der Besten. Aber es ist immer riskant zu behaupten, einer wird mal die Nummer eins oder gewinnt ein Grand-Slam-Turnier", erklärte der ehemalige Becker-Coach.

"Sascha" Zverev habe sicher auch aufgrund der "besonderen Betreuung" seines Vaters Alexander Sr. "gute Chancen" weiter nach oben zu kommen, "aber er muss noch einiges dazulernen. Dafür muss er bereit sein", meinte Bosch weiter.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel